Immobilienmakler werden – dieser Wunsch bewegt jedes Jahr tausende Menschen in Deutschland. Ob Berufsanfänger, ambitionierter Quereinsteiger aus dem Vertrieb oder erfahrene Fachkraft, die sich endlich selbstständig machen möchte: Die Immobilienbranche gilt als attraktives Berufsfeld mit echten Verdienstchancen, großer Eigenverantwortung und einem abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Was viele dabei überrascht: Im Gegensatz zu vielen anderen kaufmännischen Berufen ist „Immobilienmakler“ in Deutschland kein gesetzlich geschützter Begriff – grundsätzlich kann jeder den Beruf ergreifen, sofern die rechtlichen Pflichtvoraussetzungen erfüllt sind.
Dennoch entscheidet in der Praxis weit mehr als der bloße Gewerbeschein über den Erfolg. Marktkenntnis, Verhandlungsgeschick, ein belastbares Netzwerk und ein tief verwurzeltes Verständnis für rechtliche Zusammenhänge sind die eigentlichen Erfolgsfaktoren. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie, welche Wege in den Beruf führen, welche gesetzlichen Voraussetzungen nach § 34c Gewerbeordnung (GewO) gelten, was Sie realistisch verdienen können, welche Eigenschaften einen guten Makler ausmachen – und warum die Qualität Ihrer Betreuung am Ende darüber entscheidet, ob sich eine Karriere in der Immobilienwirtschaft langfristig auszahlt.
Was macht ein Immobilienmakler eigentlich?
Bevor man Immobilienmakler werden möchte, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf das Berufsbild – fernab von Fernsehserien und Hochglanz-Exposés. Der Maklerberuf ist vielschichtiger, anspruchsvoller und zugleich befriedigender, als es das klischeehafte „Türöffner“-Image vermuten lässt. Im Kern vermitteln Immobilienmakler Verträge über Grundstücke, Wohn- und Gewerbeimmobilien zwischen Eigentümern und Interessenten. Doch dahinter steckt ein komplexes Dienstleistungspaket, das weit über die reine Besichtigung hinausgeht.
Die zentralen Aufgaben im Makleralltag
Zum Tagesgeschäft eines Immobilienmaklers gehören die Objektakquise und die erste Bewertung einer Immobilie, die Erstellung professioneller Exposés mit Grundrissen, Fotos und Lageinformationen, die Vermarktung über Online-Portale und das eigene Netzwerk sowie die Organisation und Durchführung von Besichtigungsterminen. Hinzu kommen Bonitätsprüfungen potenzieller Käufer oder Mieter, die Verhandlungsführung zwischen beiden Parteien, die Koordination des Notartermins und die begleitende Beratung bis zur Schlüsselübergabe. In der Praxis bedeutet das: Ein erfolgreich abgeschlossenes Immobiliengeschäft kann Monate intensiver Arbeit umfassen.
Kauf, Verkauf und Vermietung: Unterschiedliche Tätigkeitsfelder
Innerhalb der Maklertätigkeit gibt es erhebliche Unterschiede, je nachdem ob Sie im Kauf- und Verkaufsgeschäft, im Mietbereich oder im Gewerbesegment tätig sind. Wohnimmobilien-Transaktionen erfordern fundiertes Wissen über Marktwerte, Kaufnebenkosten und Finanzierungsfragen; das Mietgeschäft verlangt Kenntnisse des Mietrechts und der Bonitätsprüfung. Gewerbevermittlung setzt ein tiefes Verständnis von Nutzungsrechten, Flächenkennzahlen und wirtschaftlichen Renditeüberlegungen voraus. Welches Segment zu Ihnen passt, hängt nicht zuletzt von Ihrem persönlichen Netzwerk und dem Markt in Ihrer Region ab. Als Immobilienmakler Frankfurt am Main beispielsweise bietet sich aufgrund der hohen Transaktionsdichte und der vielfältigen Immobilienklassen ein besonders breites Tätigkeitsspektrum.
Voraussetzungen: Was braucht man, um Immobilienmakler zu werden?
Die gute Nachricht zuerst: Es gibt keinen vorgeschriebenen Bildungsweg, der zwingend absolviert werden muss, um als Immobilienmakler tätig zu sein. Der Begriff ist in Deutschland nicht gesetzlich geschützt. Dennoch schreibt das Gewerbrecht klare Pflichtvoraussetzungen vor – insbesondere für alle, die sich selbstständig machen wollen.
Die Maklererlaubnis nach § 34c GewO
Wer gewerbsmäßig den Abschluss von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Wohn- oder Gewerberäume vermitteln oder die Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge nachweisen will, benötigt zwingend eine behördliche Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 GewO. Diese Erlaubnis – umgangssprachlich auch „Maklerschein“ oder „§ 34c-Schein“ genannt – wird von der zuständigen Behörde erteilt, in vielen Bundesländern ist dies die örtliche Industrie- und Handelskammer (IHK) oder das Gewerbeamt. Seit dem 1. Januar 2026 ist in Bayern beispielsweise ausschließlich die IHK für München und Oberbayern zuständig.
Die Erlaubnis gilt deutschlandweit – Sie sind also nicht auf eine bestimmte Region beschränkt. Wichtig zu wissen: Angestellte eines Maklerunternehmens benötigen keine eigene Erlaubnis. Diese trägt der Arbeitgeber. Erst wenn Sie sich selbstständig machen wollen, wird die persönliche Erlaubnis zur Pflicht.
Persönliche Zuverlässigkeit und geordnete Vermögensverhältnisse
Für die Erteilung der Maklererlaubnis sind zwei wesentliche persönliche Voraussetzungen zu erfüllen: Erstens muss der Antragsteller persönlich zuverlässig sein. Das bedeutet konkret, dass in den zurückliegenden fünf Jahren keine relevanten Vorstrafen vorliegen dürfen. Ein polizeiliches Führungszeugnis (Belegart O, direkt an die Behörde zu senden) sowie ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister sind vorzulegen. Zweitens müssen geordnete Vermögensverhältnisse nachgewiesen werden, üblicherweise durch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts und eine aktuelle Selbstauskunft. Wer in der Vergangenheit Insolvenzverfahren durchlaufen hat oder erhebliche Steuerschulden aufweist, kann die Erlaubnis in der Regel nicht erhalten.
Darüber hinaus sind ein Gewerbeschein und – sofern Sie auch als Wohnimmobilienverwalter tätig sein wollen – ggf. weitere Erlaubnisse erforderlich. Die Kosten für die § 34c-Erlaubnis liegen erfahrungsgemäß im unteren dreistelligen Bereich und unterscheiden sich je nach Behörde und Region.
| Voraussetzung | Pflicht für Angestellte | Pflicht für Selbstständige | Nachweis |
|---|---|---|---|
| Erlaubnis nach § 34c GewO | Nein (Arbeitgeber trägt Erlaubnis) | Ja, zwingend | Antrag bei IHK / Gewerbeamt |
| Persönliche Zuverlässigkeit | Empfohlen | Ja, zwingend | Führungszeugnis, Gewerbezentralregister |
| Geordnete Vermögensverhältnisse | Nein | Ja, zwingend | Unbedenklichkeitsbescheinigg., Schufa |
| Gewerbeanmeldung (§ 14 GewO) | Nein | Ja, zwingend | Gewerbeamt am Betriebsort |
| Berufsausbildung / Studium | Nein | Nein (aber empfohlen) | Zeugnis, IHK-Zertifikat o. Ä. |
| Weiterbildungspflicht (20 Std. / 3 Jahre) | Ja (bei aktiver Mitwirkung) | Ja (aktuell noch gültig) | Nachweispflicht gegenüber Behörde |
Rechtlicher Hinweis: Dieser Ratgeber dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Die gesetzlichen Anforderungen an den Maklerberuf – insbesondere nach § 34c GewO i. V. m. der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) – können sich ändern. Der Bundestag hat Anfang 2026 über den Wegfall der Weiterbildungspflicht beraten; bis zur endgültigen Gesetzesänderung gilt die bisherige Regelung fort. Bitte informieren Sie sich stets bei der zuständigen IHK oder einem Fachanwalt über den aktuellen Rechtsstand und die konkreten Anforderungen in Ihrem Bundesland.
Ausbildungswege: Wie wird man Immobilienmakler?
Weil der Beruf nicht staatlich reglementiert ist, führen mehrere Wege in die Immobilienbranche. Die Entscheidung, welchen Sie wählen, hängt von Ihrem bisherigen Hintergrund, Ihrer zeitlichen Flexibilität und Ihren mittel- bis langfristigen Karrierezielen ab. Die wichtigsten Pfade im Überblick:
Weg 1: Duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann (IHK)
Der klassischste und strukturierteste Einstieg ist die dreijährige duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau. Sie umfasst betriebliche Praxis und Berufsschulunterricht in Fächern wie Immobilienwirtschaft, Rechnungswesen, Betriebswirtschaftslehre, Recht und Politik. Die Abschlussprüfung vor der IHK gilt bundesweit als anerkannte Qualifikation. Während der Ausbildung können Vergütungen zwischen rund 950 Euro im ersten und etwa 1.180 Euro im dritten Lehrjahr erwartet werden. Wichtig: Der Abschluss als Immobilienkaufmann deckt ein breiteres Tätigkeitsspektrum ab als die reine Maklertätigkeit – er ist also die solideste Basis für eine langfristige Karriere in der gesamten Immobilienwirtschaft.
Weg 2: Studium der Immobilienwirtschaft oder Bau- und Immobilienmanagement
Für Abiturientinnen und Abiturienten oder Berufstätige mit Hochschulzugangsberechtigung bieten sich Studiengänge wie Immobilienwirtschaft, Real Estate Management, Baubetriebswirtschaft oder Bau- und Immobilienmanagement an. Bachelor- und Masterstudiengänge an Fachhochschulen und Universitäten eröffnen nicht nur den Maklerberuf, sondern auch Karrieren in der Projektentwicklung, im Asset Management und in der Immobilienfinanzierung. Wer nach dem Studium als Makler tätig wird, bringt durch die wissenschaftliche Fundierung einen erheblichen Mehrwert in Bewertungsfragen und bei der Analyse von Marktdaten mit.
Weg 3: IHK-Zertifikatskurs und Weiterbildungsseminare
Für alle, die keinen dreijährigen Ausbildungsweg absolvieren möchten oder können, bieten IHK-Zertifikatskurse und Spezialseminare eine praxisnahe und zeiteffiziente Alternative. Solche Kurse dauern in der Regel zwischen sechs Wochen und sechs Monaten, können berufsbegleitend absolviert werden und schließen mit einem IHK-Zertifikat ab – das bei der Behörde positiv berücksichtigt wird, aber kein gesetzliches Pflichtkriterium darstellt. Renommierte Anbieter sind neben der IHK selbst verschiedene Bildungsträger, die spezifische Maklerkompetenzen wie Immobilienbewertung, Vertragsrecht und Vermarktungstechniken vermitteln.
Weg 4: Quereinstieg und „On the Job“-Einstieg
Viele erfolgreiche Maklerinnen und Makler kommen aus branchenfremden Berufen: Vertriebler aus der Finanz- oder Versicherungsbranche, Banker, Juristen, Architekten oder Ingenieure, die ihr Fachwissen in die Immobilienvermittlung einbringen. Dieser Quereinstieg funktioniert besonders gut, wenn belastbare Vorkenntnisse in Immobilien- oder Finanzwirtschaft bestehen und ein vorhandenes Netzwerk als Grundlage dient. Den Einstieg als Quereinsteiger oder als direkter Vergleich zum Privatverkauf sollte man allerdings realistisch betrachten: Ohne systematisches Fachwissen scheitern viele in den ersten Monaten, weil Kunden zu Recht fundierte Beratung erwarten.
Weiterbildung: Immobilienfachwirt und Diplom-Immobilienwirt
Wer bereits als Makler tätig ist und sich weiter qualifizieren möchte, kann den Immobilienfachwirt (IHK) oder – auf akademischem Niveau – den Diplom-Immobilienwirt (z. B. an der European Business School, EIA) anstreben. Diese Abschlüsse öffnen Türen zu Führungspositionen, ermöglichen eine differenziertere Positionierung am Markt und stärken das Vertrauen der Kundschaft erheblich. Marc Härter selbst ist Diplom-Immobilienwirt (EIA) sowie IHK-zertifizierter Immobilienbewerter – Qualifikationen, die im täglichen Beratungsgespräch mit Eigentümern spürbar den Unterschied machen.
Immobilienmakler werden als Quereinsteiger – was wirklich zählt
Der Quereinstieg in die Immobilienbranche ist keine Seltenheit, sondern in vielen erfolgreichen Maklerbüros nahezu die Regel. Was jedoch häufig unterschätzt wird: Die anfängliche Freiheit ohne formale Zulassungsschranken verleitet dazu, die Komplexität des Berufs zu unterschätzen. Wer Immobilienmakler werden möchte, ohne einschlägige Branchenerfahrung mitzubringen, sollte diese Schlüsselkompetenzen systematisch aufbauen.
Branchenwissen gezielt aufbauen
Fundierte Kenntnisse über Immobilienbewertung nach ImmoWertV, Grundbuchrecht und Eigentumsstrukturen, Miet- und Kaufvertragsrecht, Finanzierungsgrundlagen sowie Makler- und Provisionsrecht (insbesondere das seit 2020 geltende Gesetz zur Teilung der Maklerprovision) sind für jeden Makler unverzichtbar. Wer diese Inhalte nicht kennt, riskiert nicht nur Beratungsfehler, sondern auch Haftungsrisiken. Ein gutes Fundament bildet z. B. das Grundbuchrecht und das Verständnis von Grundbucheintragungen, Lasten und Beschränkungen – Themen, die bei nahezu jeder Immobilientransaktion relevant werden.
Netzwerk und Marktkenntnis als entscheidender Vorteil
In der Immobilienwirtschaft gilt ein altes Prinzip: Deals entstehen aus Beziehungen. Ein gutes Netzwerk zu Notaren, Finanzberatern, Architekten, Hausverwaltern und potenziellen Eigentümern ist langfristig wertvoller als jeder Kurs. Quereinsteiger sollten deshalb von Beginn an aktiv netzwerken – auf regionalen Immobilienmessen, IHK-Veranstaltungen und in Branchenverbänden wie dem IVD (Immobilienverband Deutschland). Gleichzeitig ist tiefes Wissen über den lokalen Immobilienmarkt – Preiszonen, Nachfragetrends, Bebauungspotenziale – durch nichts zu ersetzen. Wer beispielsweise die aktuellen Immobilienpreise in Frankfurt und deren Entwicklung kennt, kann Eigentümer und Käufer fundiert beraten.
Angestellt oder selbstständig – die richtige Startentscheidung
Viele Quereinsteiger stellen sich die Frage: direkt selbstständig oder erst einmal angestellt? Wir empfehlen für die meisten Einsteiger einen Einstieg als angestellter Immobilienberater in einem etablierten Maklerbüro. Die Gründe: Man lernt Prozesse, Kunden und Marktrealitäten kennen, ohne sofort das finanzielle Risiko der Selbstständigkeit zu tragen. Erfahrene Kollegen und Vorgesetzte können durch informelles Mentoring den Qualifikationsaufbau erheblich beschleunigen. Erst wenn ein stabiles Netzwerk, ausreichendes Marktverständnis und ein eigener Kundenstamm vorhanden sind, macht der Schritt in die Selbstständigkeit echten Sinn.
Gehalt und Verdienst – was verdient ein Immobilienmakler wirklich?
Die Frage nach dem Gehalt ist eine der meistgestellten – und eine der schwierigsten zu beantworten. Denn anders als in vielen anderen Berufen gibt es beim Immobilienmakler keine einheitliche Vergütungsstruktur. Die Einkommensrealität hängt davon ab, ob man angestellt oder selbstständig ist, in welchem Marktsegment und welcher Region man tätig ist, wie viele Objekte erfolgreich vermittelt werden und wie die Provisionsstruktur im jeweiligen Arbeitsverhältnis geregelt ist.
Angestellte Immobilienmakler: Einstiegsgehalt und Entwicklung
Laut aktuellen Gehaltserhebungen liegt das Einstiegsgehalt für angestellte Immobilienmakler in Deutschland bei rund 36.000 Euro brutto pro Jahr. Das entspricht etwa 3.000 Euro brutto monatlich. Mit fünf bis zehn Jahren Berufserfahrung wächst das Gehalt deutlich: Erfahrene Makler erreichen häufig 50.000 bis 58.700 Euro jährlich. Der Durchschnittswert für angestellte Makler liegt laut Stepstone bei rund 49.100 Euro brutto im Jahr. Zusätzlich zu einem Festgehalt wird häufig eine erfolgsbezogene Provision vereinbart – je mehr Objekte erfolgreich vermittelt werden, desto höher das Gesamteinkommen.
Selbstständige Makler: Provision als Haupteinnahmequelle
Wer selbstständig als Immobilienmakler arbeitet, wird ausschließlich auf Erfolgsbasis vergütet – durch die sogenannte Courtage oder Maklerprovision. Diese ist gesetzlich nicht festgeschrieben und variiert je nach Region und Vereinbarung. Beim Immobilienverkauf wurde durch das Gesetz zur Teilung der Maklerprovision (in Kraft seit Dezember 2020) geregelt, dass Käufer und Verkäufer die Provision maximal hälftig tragen – wobei der Verkäufer mindestens den gleichen Anteil wie der Käufer übernimmt. In Hessen, wo Marc Härter Immobilien tätig ist, gelten hier spezifische Regelungen; unsere Übersicht zum Gesetz zur Teilung der Maklerprovision in Hessen gibt dazu einen klaren Überblick.
Bei einem Wohnungsverkauf im Rhein-Main-Gebiet kann eine Provision von z. B. 3,57 % brutto je Partei bezogen auf den Kaufpreis im Einzelfall ein erhebliches Einkommen bedeuten – aber eben auch: ohne Abschluss kein Verdienst. Selbstständige Makler in guten Positionen verdienen häufig zwischen 60.000 und weit über 100.000 Euro pro Jahr – verbunden mit erheblichem Aufwand für Akquise, Vermarktung, Beratung und Büroorganisation.
| Karrierestufe | Jahresgehalt brutto (Angestellt) | Potenzialverdienst (Selbstständig) | Einflussfaktoren |
|---|---|---|---|
| Einstieg (0–2 Jahre) | ca. 34.000–38.000 € | variabel, 20.000–50.000 € | Region, Netzwerk, Marktlage |
| Mid-Level (3–7 Jahre) | ca. 42.000–55.000 € | 50.000–90.000 € | Spezialisierung, Stammkunden |
| Erfahren (8+ Jahre) | ab 55.000 €, Führungsrolle | 100.000 € und mehr möglich | Segment, Reputation, Netzwerk |
Eigenschaften und Fähigkeiten: Was einen erfolgreichen Makler ausmacht
Ausbildung und Erlaubnis allein garantieren keinen Erfolg im Maklerberuf. In unserer täglichen Arbeit bei Marc Härter Immobilien erleben wir, dass ganz bestimmte persönliche Eigenschaften den Unterschied zwischen einem Makler, der dauerhaft erfolgreich ist, und einem, der nach kurzer Zeit aufgibt, ausmachen.
Kommunikation, Empathie und Verhandlungsgeschick
Ein Immobilienmakler arbeitet täglich mit Menschen in emotionalen Ausnahmesituationen: Eigentümer, die ein geerbtes Elternhaus verkaufen, Familien, die ihren ersten Eigentumswerb planen, oder Investoren, die nüchterne Renditekalkulationen anstellen. Jeder Gesprächspartner hat andere Bedürfnisse, andere Sprache und andere Erwartungen. Wer kommuniziert, ohne wirklich zuzuhören, verliert diese Menschen schnell. Aktives Zuhören, Empathie und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären, sind daher ebenso zentral wie klassisches Verhandlungsgeschick. Psychologische Konzepte wie der sogenannte Endowment-Effekt – bei dem Eigentümer den Wert ihrer Immobilie systematisch überschätzen – oder der Anker-Effekt bei Preisverhandlungen kennt jeder erfahrene Makler aus der täglichen Praxis.
Eigeninitiative, Disziplin und Frustrationstoleranz
Gerade selbstständige Makler müssen über ein hohes Maß an intrinsischer Motivation verfügen. Der Beruf kennt keine festen Arbeitszeiten, keine garantierten Einnahmen und keine kontinuierliche Auftragsflut. Kunden können Kaufinteresse im letzten Moment verlieren; Verkaufspreisvorstellungen passen nicht zum Markt; Finanzierungen platzen kurz vor dem Notartermin. Eine hohe Frustrationstoleranz ist keine optionale Eigenschaft, sondern eine zwingende Berufsvoraussetzung. Disziplin in der Selbstorganisation, konsequente Akquise und ein strukturiertes Zeitmanagement entscheiden am Ende über den wirtschaftlichen Erfolg.
Digitale Kompetenz und Marktkenntnis
Die Immobilienwirtschaft ist in den letzten Jahren tiefgreifend digitalisiert worden. Immobilienportale, digitale Exposés, virtuelle Besichtigungstools, CRM-Systeme, Energieausweis-Software und zunehmend auch KI-gestützte Bewertungstools prägen den modernen Makleralltag. Wer diese Werkzeuge beherrscht, kann Objekte schneller vermarkten, Interessenten effizienter selektieren und bessere Datenanalysen für Preisempfehlungen liefern. Hinzu kommt das Verständnis für den lokalen Immobilienmarkt: Welche Stadtteile gewinnen an Nachfrage? Wie entwickeln sich Kaufpreisfaktoren? Welche Objekttypen sind besonders gefragt? Dieses Wissen ist durch keine Software ersetzbar – es entsteht durch Erfahrung, Netzwerk und intensive Marktbeobachtung. Hilfreich ist dabei auch ein fundierter Blick auf Themen wie Wertermittlung von Immobilien in Hessen nach den geltenden Verfahren.
Selbstständig als Immobilienmakler – der Schritt in die Eigenverantwortung
Der Wunsch, das eigene Maklerbüro zu gründen, treibt viele in den Beruf. Eigenverantwortung, flexibles Arbeiten, der direkte Zusammenhang zwischen eigenem Einsatz und Ertrag – das sind echte Vorteile der Selbstständigkeit. Zugleich bringt sie erhebliche unternehmerische Verpflichtungen mit sich, die weit über die Maklertätigkeit hinausgehen.
Schritt-für-Schritt: So gründen Sie Ihr Maklerbüro
Zunächst ist die Maklererlaubnis nach § 34c GewO bei der zuständigen Behörde (IHK oder Gewerbeamt) zu beantragen. Parallel dazu erfolgt die Gewerbeanmeldung nach § 14 GewO beim örtlichen Gewerbeamt. Sobald die Erlaubnis vorliegt, muss das Gewerbe formal angemeldet sein, bevor die gewerbliche Tätigkeit aufgenommen wird. Für die Bürogründung sind zudem folgende organisatorische Schritte zu planen: Auswahl der Rechtsform (in den meisten Fällen Einzelunternehmen oder GmbH), Eröffnung eines Geschäftskontos, Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung, Einrichtung einer Website und professioneller Vermarktungskanäle sowie die Registrierung bei den gängigen Immobilienportalen.
Anlaufkosten und Finanzplanung für den Start
Wer den Sprung in die Selbstständigkeit plant, sollte eine realistische Liquiditätsreserve einkalkulieren. In den ersten Monaten können Provisionseinnahmen ausbleiben, während fixe Kosten (Büroausstattung, Software, Portalgebühren, Marketing, Versicherungen, Steuerberatung) kontinuierlich anfallen. Als Faustregel gilt: Mindestens sechs bis zwölf Monatskosten sollten als Rücklage vorhanden sein, bevor man den Start wagt. Die Gewerbeerlaubnis selbst ist dabei mit vergleichsweise überschaubaren Kosten verbunden – aufwendiger und teurer sind die laufenden Investitionen in Qualität, Sichtbarkeit und Kundenbindung.
Die Bedeutung von Netzwerk und Tippgebersystemen
Erfolgreich selbstständig zu sein bedeutet, systematisch Objektzulauf zu generieren. Neben klassischer Kaltakquise und Direktansprache sind Tippgebernetzwerke ein etabliertes Instrument: Notare, Steuerberater, Banken und Hausverwalter empfehlen Eigentümer weiter – gegen eine vereinbarte Tippgeberprovision. Der Aufbau eines solchen Netzwerks erfordert Zeit und Vertrauen, zahlt sich aber langfristig in einer stabilen Objektpipeline aus. Ebenso wichtig ist heute eine professionelle Online-Präsenz: Eine gut positionierte Website, Google-Bewertungen und eine aktive Sichtbarkeit auf lokalen Immobilienportalen sind für neue Makler keine Kür, sondern Pflicht.
Was einen wirklich guten Makler ausmacht – der Qualitätsanspruch bei Marc Härter Immobilien
Viele Menschen fragen sich, ob sie besser einen Makler beauftragen oder ihre Immobilie privat vermarkten sollen. Die Antwort hängt maßgeblich davon ab, welchen Makler sie beauftragen. Ein qualifizierter und engagierter Makler kann nicht nur einen höheren Verkaufspreis erzielen – durch professionelle Vermarktung, gezieltes Käufer-Matching und erfahrene Verhandlungsführung – sondern spart Eigentümern auch erheblichen zeitlichen und emotionalen Aufwand. Der entscheidende Unterschied liegt in der Qualität und Tiefe der Betreuung.
Marc Härter ist Diplom-Immobilienwirt (EIA) und IHK-zertifizierter Immobilienbewerter – Qualifikationen, die weit über die gesetzliche Mindestanforderung hinausgehen und in der täglichen Arbeit messbar den Unterschied machen: bei der marktgerechten Immobilienbewertung Frankfurt, bei der Strategie für komplexe Objekte wie Mehrfamilienhäuser und bei der Beratung zu spezifischen Situationen wie dem Verkauf einer geerbten Immobilie.
Ihre Immobilie in Frankfurt professionell vermarkten lassen
Ob Sie wissen möchten, was Ihre Immobilie wert ist, oder ob Sie konkrete Verkaufs- oder Vermietungsabsichten haben – wir beraten Sie unverbindlich, diskret und auf Basis einer fundierten Immobilienbewertung Frankfurt. Das Erstgespräch ist kostenlos und ohne jede Verpflichtung.
Häufige Fehler, die angehende Immobilienmakler vermeiden sollten
In der Beratung und im Netzwerk begegnen uns immer wieder ähnliche Stolperstellen, an denen Berufseinsteiger scheitern. Diese Fehler frühzeitig zu kennen, hilft, teure und zeitraubende Umwege zu vermeiden.
Fehler 1: Unterschätzung der rechtlichen Komplexität
Ein häufiger Irrtum: Weil formal keine Ausbildungspflicht besteht, wird die rechtliche Tiefe des Maklerberufs unterschätzt. Fehler bei Maklerverträgen, Widerrufsbelehrungen, Exposé-Angaben oder der Weitergabe falscher Objektinformationen können zu erheblichen Haftungsrisiken führen. Schon allein das Thema Widerrufsbelehrung bei Maklerverträgen ist für Einsteiger häufig unbekanntes Terrain – dabei ist es für jeden Makler Pflicht, diese korrekt zu handhaben.
Fehler 2: Fehlerhafte Preiseinschätzung und fehlende Bewertungskompetenz
Ein zu hoch angesetzter Angebotspreis verlängert die Vermarktungszeit erheblich – ein zu niedriger kostet den Eigentümer bares Geld. Professionelle Preisfindung setzt eine fundierte Marktkenntnis und bestenfalls eine qualifizierte Immobilienbewertung nach ImmoWertV voraus. Einsteiger ohne entsprechende Qualifikation neigen dazu, Preise aus Vergleichsportalen zu übernehmen, ohne individuelle Lage-, Zustand- und Nachfragefaktoren korrekt zu gewichten. Die Investition in eine solide Bewertungskompetenz zahlt sich schnell aus – als Qualitätsmerkmal gegenüber Eigentümern und als Schutz vor rechtlichen Auseinandersetzungen. Mehr zu den typischen Fehlern beim Immobilienverkauf finden Sie in unserem gesonderten Ratgeber.
Fehler 3: Keine klare Positionierung und fehlende Markenstrategie
Viele Makler versuchen, alles für jeden zu sein – und erzielen damit in keinem Segment wirkliche Expertise. Eine klare Spezialisierung (z. B. auf Wohnimmobilien in einer bestimmten Stadt, auf Gewerbeimmobilien, auf Luxusobjekte oder auf die Betreuung von Erbfällen) macht Sie nicht nur besser, sondern auch sichtbarer. Eigentümer vertrauen Fachleuten, die ihren spezifischen Markt kennen und belegen können, dass sie genau in ihrem Segment überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Im Frankfurter Raum sind z. B. Stadtteile wie das Westend, das Nordend oder Kronberg im Taunus sehr unterschiedliche Märkte mit ganz eigenen Käuferprofilen und Preisniveaus.
Fazit: Immobilienmakler werden – Chancen, Realismus und der richtige Start
Immobilienmakler zu werden ist für Einsteiger und Quereinsteiger in Deutschland grundsätzlich möglich – doch der Weg zu nachhaltigem Erfolg führt über fundiertes Fachwissen, rechtliche Sorgfalt, ein belastbares Netzwerk und die Bereitschaft, kontinuierlich in die eigene Qualifikation zu investieren. Die § 34c-Maklererlaubnis ist der formale Startschuss; was danach kommt, entscheidet über den tatsächlichen Berufs- und Einkommenserfolg.
Wer selbst auf der Suche nach einem qualifizierten Makler ist – sei es für den Immobilienverkauf in Frankfurt, den Kauf einer Wohnung in Frankfurt oder für eine unverbindliche Ersteinschätzung – findet bei Marc Härter Immobilien einen persönlichen, transparenten und nachweislich erfolgreichen Ansprechpartner. Mit über 166 Google-Bewertungen und durchgehend 5,0 Sternen sprechen unsere Ergebnisse für sich. Erfahren Sie mehr unter Marc Härter Immobilien – Über uns oder besuchen Sie direkt unseren Immobilien-Blog für weitere Ratgeber-Inhalte rund um den Frankfurter Immobilienmarkt.
Häufige Fragen zum Thema Immobilienmakler werden
Kann man ohne Ausbildung Immobilienmakler werden?
Ja, grundsätzlich ist keine spezifische Berufsausbildung gesetzlich vorgeschrieben, um als Immobilienmakler tätig zu sein. Der Begriff ist in Deutschland nicht geschützt. Wer sich jedoch selbstständig machen möchte, benötigt zwingend die behördliche Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung (GewO) sowie einen Gewerbeschein. Ohne einschlägiges Fachwissen ist ein dauerhafter Erfolg im Maklerberuf in der Praxis sehr schwierig, da Kunden fundierte Beratung erwarten und rechtliche Fehler schnell zu Haftungsrisiken führen können. Weiterbildungen, IHK-Zertifikatskurse und ein systematischer Wissensaufbau sind daher dringend empfohlen.
Was ist die § 34c GewO-Erlaubnis und wie beantragt man sie?
Die Erlaubnis nach § 34c GewO – umgangssprachlich „Maklerschein“ genannt – ist die gesetzlich vorgeschriebene behördliche Genehmigung für alle, die gewerbsmäßig Verträge über Grundstücke, Wohn- oder Gewerberäume vermitteln wollen. Der Antrag wird in den meisten Bundesländern bei der zuständigen IHK oder dem Gewerbeamt gestellt. Erforderlich sind unter anderem ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister, eine Schufa-Selbstauskunft und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts. Die Erlaubnis gilt deutschlandweit und ist nicht auf eine Region beschränkt. Die Kosten liegen in der Regel im unteren dreistelligen Bereich.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Immobilienmakler?
Das hängt vom gewählten Weg ab. Die duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann (IHK) dauert drei Jahre. IHK-Zertifikatskurse für Immobilienmakler sind meist in sechs Wochen bis sechs Monaten abzuschließen und können berufsbegleitend absolviert werden. Ein Studium der Immobilienwirtschaft dauert je nach Studiengang drei bis vier Jahre (Bachelor). Quereinsteiger können auch direkt „on the job“ bei einem Maklerbüro einsteigen und parallel Kurse belegen. Gesetzlich ist keine bestimmte Ausbildungsdauer vorgeschrieben – entscheidend ist die Erfüllung der behördlichen Erlaubnisvoraussetzungen.
Was verdient ein Immobilienmakler in Deutschland?
Das Gehalt eines Immobilienmaklers variiert erheblich. Angestellte Makler starten mit rund 34.000 bis 38.000 Euro brutto jährlich; mit Erfahrung sind 50.000 bis 58.700 Euro realistisch. Selbstständige Makler werden ausschließlich provisionsbasiert vergütet – ohne Abschluss kein Einkommen. Im Erfolgsfall sind bei selbstständigen Maklern in attraktiven Regionen 60.000 bis über 100.000 Euro Jahreseinnahmen möglich. Neben der Provision gibt es in manchen Anstellungsverhältnissen Bonus- und Festumsatzsysteme. Entscheidend für den Verdienst sind: Region, Marktsegment, Spezialisierung, Netzwerk und die Qualität der Betreuung.
Gibt es eine Weiterbildungspflicht für Immobilienmakler?
Aktuell (Stand März 2026) gilt nach § 34c Abs. 2a GewO i. V. m. § 15b MaBV noch die gesetzliche Weiterbildungspflicht von 20 Stunden innerhalb von drei Kalenderjahren für selbstständige Immobilienmakler und ihre unmittelbar mitwirkenden Angestellten. Der Bundestag hat Anfang 2026 über einen Gesetzentwurf zur Abschaffung dieser Pflicht beraten; bis zur endgültigen Verabschiedung und Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt gilt die bisherige Regelung weiterhin. Nachweise sollten bis zur Rechtsänderung sorgfältig geführt und aufbewahrt werden. Unabhängig von der gesetzlichen Pflicht ist kontinuierliche Weiterbildung für jeden Makler aus fachlichen Gründen dringend empfohlen.
Was ist der Unterschied zwischen Immobilienmakler und Immobilienkaufmann?
Der Immobilienkaufmann ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf mit dreijähriger dualer Ausbildung und IHK-Abschlussprüfung. Er deckt ein breites Spektrum ab – von der Wohnraumvermittlung über Immobilienverwaltung bis zu Finanzierungs- und Bauprojektfragen. Der Immobilienmakler ist kein geschützter Berufsbezeichnung; im Kern bezeichnet er jemanden, der Verträge über Immobilien vermittelt. Immobilienkaufleute arbeiten oft bei Wohnungsgesellschaften oder Verwaltungsunternehmen, die Eigentümer der verwalteten Immobilien sind – Makler hingegen handeln im Auftrag ihrer Kunden (Verkäufer oder Käufer) gegen Provision. Viele Makler haben eine Ausbildung als Immobilienkaufmann absolviert, aber es ist keine Pflicht.
Welche Eigenschaften braucht man als Immobilienmakler?
Für eine erfolgreiche Maklerkarriere sind vor allem Kommunikationsstärke und echte Empathie für Kunden essenziell – denn Immobilientransaktionen sind oft mit starken Emotionen verbunden. Dazu kommen Verhandlungsgeschick, kaufmännisches Denken, ein ausgeprägtes Interesse an Immobilien, Wirtschaft und Recht sowie hohe Eigeninitiative und Frustrationstoleranz. Selbstständige Makler brauchen zusätzlich unternehmerisches Denken, digitale Kompetenz und Disziplin in der Selbstorganisation. Besonders gefragt sind Menschen, die zuverlässig kommunizieren, Diskretion wahren und Vertrauen aufbauen – denn in der Immobilienbranche ist das Weiterempfehlungsgeschäft ein zentraler Erfolgsfaktor.
Wie hoch ist die Maklerprovision in Deutschland?
Die Höhe der Maklerprovision ist gesetzlich nicht einheitlich geregelt und variiert je nach Region und Vereinbarung. Seit dem 23. Dezember 2020 gilt für den Verkauf von Wohnimmobilien das Gesetz zur Teilung der Maklerprovision: Verkäufer und Käufer teilen die Courtage hälftig, wobei der Verkäuferanteil mindestens so hoch sein muss wie der Käuferanteil. In der Praxis liegt die marktübliche Gesamtprovision in Deutschland häufig zwischen 5,95 und 7,14 Prozent des Kaufpreises (brutto). Bei Mietobjekten gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt – in der Regel der Vermieter – zahlt. Mehr Informationen zum Thema finden Sie in unserem Ratgeber zur Maklerprovisionsteilung in Hessen.
Lohnt sich der Quereinstieg als Immobilienmakler?
Der Quereinstieg lohnt sich für Menschen, die bereits Erfahrungen aus Vertrieb, Banken, Versicherungen, Architektur oder Recht mitbringen, ein gutes lokales Netzwerk besitzen und bereit sind, in Fachwissen zu investieren. Wer hingegen erwartet, schnell und ohne großen Aufwand hohe Provisionen zu verdienen, wird in der Immobilienwirtschaft schnell enttäuscht: Die ersten Monate sind oft geprägt von intensivem Lernaufwand, Akquisearbeit und geringen Einnahmen. Mittel- bis langfristig bietet der Maklerberuf für motivierte Quereinsteiger jedoch echte Chancen auf ein überdurchschnittliches Einkommen und ein erfülltes Berufsleben mit viel Selbstbestimmung.
Brauchen angestellte Immobilienmakler eine eigene § 34c-Erlaubnis?
Nein. Angestellte selbstständiger Gewerbetreibender nach § 34c GewO benötigen keine eigene Erlaubnis – diese trägt der Arbeitgeber als Erlaubnisinhaber. Allerdings unterliegen Angestellte, die aktiv an erlaubnispflichtigen Tätigkeiten mitwirken (z. B. Exposés erstellen, Besichtigungen durchführen, Verkaufsgespräche führen), der Weiterbildungspflicht – sofern diese nicht vor einer abschließenden Gesetzesänderung wegfällt. Ausgenommen sind Mitarbeiter mit rein internen Aufgaben wie Buchhaltung oder Sekretariat.
Kann ich nebenberuflich als Immobilienmakler tätig sein?
Ja, eine nebenberufliche Tätigkeit als Immobilienmakler ist grundsätzlich möglich. Wer sich selbstständig macht, benötigt auch für die nebenberufliche Tätigkeit die Maklererlaubnis nach § 34c GewO und einen Gewerbeschein. Im Anstellungsverhältnis ist die Nebentätigkeit arbeitsvertraglich zu prüfen und ggf. vom Arbeitgeber genehmigen zu lassen. Nebenberuflich tätige Makler müssen beachten, dass Provisionseinnahmen steuer- und sozialversicherungsrechtlich relevant sind und entsprechend deklariert werden müssen. Für viele Quereinsteiger ist der nebenberufliche Einstieg ein sinnvoller erster Schritt, um die Branche kennenzulernen, bevor der Wechsel in Vollzeit erfolgt.
Wie finde ich als Eigentümer den richtigen Immobilienmakler in Frankfurt?
Bei der Wahl des richtigen Maklers sollten Eigentümer auf nachgewiesene lokale Marktkenntnis, transparente Kommunikation, verifizierte Kundenbewertungen und eine qualifizierte Ausbildung achten. Makler mit zertifizierten Abschlüssen (z. B. Diplom-Immobilienwirt, IHK-zertifizierter Immobilienbewerter) können Immobilien genauer bewerten und realistische Preisempfehlungen geben. Marc Härter Immobilien betreut Eigentümer in allen 46 Frankfurter Stadtteilen sowie im Rhein-Main-Gebiet und Hochtaunuskreis – persönlich, transparent und mit über 166 positiven Google-Bewertungen. Ein unverbindliches Erstgespräch ist jederzeit möglich: Jetzt Kontakt aufnehmen.