Malerviertel Frankfurt: Karte, Geschichte und Altbauten in Sachsenhausen
Zwischen Main und Bahntrasse erzählen Wohnhäuser, Künstlernamen und das Städel von der Entwicklung Sachsenhausens. Eine Karte und konkrete Architekturbeispiele helfen, das Malerviertel genauer kennenzulernen.

Das Wichtigste vorab
Das Malerviertel auf einen Blick
Lage
Sachsenhausen-NordZwischen Main, Schweizer Straße, Stresemannallee und Bahntrasse – eine gebräuchliche Quartiersabgrenzung.Geschichte
Mehrere BauphasenDie Entwicklung begann in den späten 1870er-Jahren. Das Städel eröffnete am Schaumainkai 1878.Architektur
Mehr als VillenRepräsentative Wohnhäuser, Mietshäuser, Ensembles und spätere Bauten prägen unterschiedliche Straßenabschnitte.Immobilien
Das einzelne Haus zähltBauzustand, Mikrolage, Unterlagen und Schutzstatus sind für jedes Objekt gesondert einzuordnen.Inhaltsverzeichnis
- 01Wo liegt das Malerviertel in Frankfurt? Karte und Grenzen
- 02Wie entstand das Malerviertel?
- 03Welche Maler geben den Straßen ihre Namen?
- 04Welche Architektur prägt das Malerviertel?
- 05Immobilien im Malerviertel: Was macht den Unterschied?
- 06Denkmalschutz und Erhaltungssatzungen: Was ist zu beachten?
- 07Das Malerviertel zu Fuß entdecken
- 08Quellen und Einordnung
Das Malerviertel liegt in Frankfurt-Sachsenhausen zwischen Main, Schweizer Straße, Stresemannallee und Bahntrasse. Seinen Charakter erklären drei Dinge besonders gut: die Entwicklung des Städel am Mainufer, die nach Künstlern benannten Straßen und ein Wohnungsbau, der über mehrere Jahrzehnte unterschiedliche Häuser hervorgebracht hat. Wer hier nur von einem Villenviertel spricht, übersieht einen wesentlichen Teil seiner Architektur. [1]
Dieser Ratgeber verbindet eine Orientierungskarte mit Stadtgeschichte und konkreten Gebäudebeispielen. Er zeigt außerdem, worauf es bei Altbauwohnungen und Häusern im Malerviertel ankommt: auf den jeweiligen Straßenabschnitt, die erhaltene Substanz und nachvollziehbare Unterlagen.
Wo liegt das Malerviertel in Frankfurt? Karte und Grenzen
Gemeint ist ein Quartier in Sachsenhausen-Nord, südlich des Mains. Als gebräuchliche Grenzen nennen sowohl die Freunde Frankfurts als auch das Sachsenhäuser Stadtteilportal die Schweizer Straße im Osten, die Stresemannallee im Westen, das Mainufer im Norden und die Eisenbahn im Süden. Die Karte stellt diese Orientierung vereinfacht dar. Sie zeigt weder einen amtlichen Stadtteil noch den Geltungsbereich einer Denkmal- oder Erhaltungssatzung. [1] [2]
Für die räumliche Vorstellung helfen das Städel am nördlichen Ende der Holbeinstraße und die Schweizer Straße als östliche Bezugslinie. Nicht jede Sachsenhäuser Straße mit einem Künstlernamen gehört automatisch in diese Abgrenzung. Umgekehrt braucht eine Straße innerhalb des Viertels keinen Maler als Namensgeber.
Malerviertel und Holbeinviertel: Wo liegt der Unterschied?
Die Namen bezeichnen unterschiedliche Zusammenhänge. Das Malerviertel ist das historisch gewachsene größere Quartier. Das jüngere Holbeinviertel entstand am südlichen Rand auf Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs Süd. Das städtische Planungsjahrbuch 2010 dokumentiert die Umwandlung des Bahngeländes in ein Wohngebiet. Wer Immobilien vergleicht, sollte deshalb historische Altbauten und die jüngere Bebauung des Holbeinviertels getrennt betrachten. [3]
Wie entstand das Malerviertel?
Der Generalplan von 1872 und die neue Untermainbrücke von 1872–1874 schufen wichtige Voraussetzungen für die westliche Erweiterung Sachsenhausens. In Verlängerung der Brücke entstand die Schweizer Straße; von dort nahm die Bebauung ihren Ausgang. Nach der Darstellung der Freunde Frankfurts begann sie in den späten 1870er-Jahren. Weiter westlich setzte sich die Entwicklung bis 1939 fort. [1]
Die Jahreszahlen beschreiben einen Prozess, kein gemeinsames Baujahr des Viertels. Ein Haus von 1894, ein Mehrfamilienhaus von 1904 und ein Gebäude aus den 1930er-Jahren können heute zum selben Quartier gehören, aber unterschiedliche Raumfolgen, Fassaden und Konstruktionen besitzen.
Warum das Städel für die Entwicklung wichtig war
Am 13. November 1878 eröffnete das Städel seinen von Oskar Sommer entworfenen Neubau am Schaumainkai. Das Schulgebäude wurde bereits seit 1877 genutzt. Der damalige Standort abseits des Stadtzentrums war umstritten; die Entwicklung seiner Umgebung war nach der museumseigenen Darstellung ausdrücklich Teil der Überlegungen. Die Kunstinstitution stand damit nicht nur in einem fertigen Wohnviertel: Sie war selbst ein Impuls für dessen Entwicklung. [4]
Für einen Rundgang ist das Städel deshalb ein sinnvoller Ausgangspunkt. Von hier lässt sich der Wechsel vom öffentlichen Museumsufer zu den Wohnstraßen südlich davon nachvollziehen. Der Name Malerviertel gewinnt dabei einen konkreten Zusammenhang mit der Frankfurter Kunstgeschichte.
Welche Maler geben den Straßen ihre Namen?
Die Straßennamen erinnern an unterschiedliche Epochen und Tätigkeiten. Neben bekannten Malern finden sich Kunstförderer und Bildhauer. Die folgende Auswahl benennt die Personen hinter wichtigen Straßen; sie bedeutet nicht, dass diese Menschen dort gewohnt oder gearbeitet haben.
| Straße | Namensgeber | Einordnung |
|---|---|---|
| Holbeinstraße | Hans Holbein der Ältere und Hans Holbein der Jüngere | Zwei Malergenerationen; die Straße erinnert an beide. [5] |
| Morgensternstraße | Johann Ludwig Ernst Morgenstern (1738–1819) | Maler und Kupferstecher mit Frankfurter Wirkungskreis. [6] |
| Passavantstraße | Johann David Passavant (1787–1861) | Maler, Kunstschriftsteller und seit 1840 Leiter des Städel. [7] |
| Hans-Thoma-Straße | Hans Thoma (1839–1924) | Maler und Grafiker, der von 1877 bis 1899 in Frankfurt lebte. [8] |
| Schadowstraße | Friedrich Wilhelm von Schadow (1788–1862) | Maler; nicht mit seinem Vater, dem Bildhauer Johann Gottfried Schadow, verwechseln. [9] |
Gerade die Morgensternstraße zeigt, weshalb sich genaues Hinsehen lohnt: Ihr Namensgeber ist Johann Ludwig Ernst Morgenstern, nicht der Dichter Christian Morgenstern. Das Historische Museum dokumentiert etwa seine Kircheninterieurs – gemalte Innenansichten, die eine ganz andere künstlerische Arbeit zeigen, als der vertraute Nachname zunächst vermuten lässt. [6] [10]
Welche Architektur prägt das Malerviertel?
Der Reiz liegt im Zusammenspiel verschiedener Haustypen. Das Sachsenhäuser Stadtteilportal beschreibt Villen, Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie erhaltene Ensembles. In den historischen Wohnstraßen begegnen sich ältere Stilvorbilder und Formen der Zeit um 1900. [2] Die folgenden Beispiele machen diese Vielfalt überprüfbar.
Schadowstraße 14: ein Doppelmietshaus von 1904
Das Landesamt für Denkmalpflege beschreibt das Gebäude als Teil eines Doppelmietshauses der Neurenaissance, 1904 nach einem Entwurf von L. Härtel errichtet. Prägend sind symmetrische Balkonerker aus Werkstein und die ursprüngliche Einfriedung. Für Haus Nummer 14 nennt das Verzeichnis unter anderem historische Fliesenböden, bauzeitliche Fenster sowie Türen mit Buntverglasung. Diese Angaben beziehen sich auf den dokumentierten Denkmalbestand; sie ersetzen keine aktuelle Besichtigung. [11]
Das Beispiel ist für die Immobilienbeschreibung besonders hilfreich: Eine repräsentative Fassade macht ein Mietshaus nicht zur Villa. Ebenso wenig belegt ein schönes Treppenhaus den technischen Zustand von Dach, Leitungen oder Keller. Architektur und Instandhaltung sind zwei getrennte Fragen.
Hans-Thoma-Straße 25: historisches Haus, zeitgemäßer Umbau
Die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen dokumentiert hier ein schmales, 1894 entstandenes Wohnhaus im Stil der Neurenaissance, ursprünglich Mittelbau eines sechsteiligen Ensembles. Bei der 2018 fertiggestellten Umgestaltung wurden Sanierung und neue Elemente verbunden, darunter ein schlanker Wintergartenanbau. Das konkrete Projekt zeigt, dass ein historisches Haus weiterentwickelt werden kann. Welche Änderungen andernorts möglich sind, muss jedoch am jeweiligen Gebäude geprüft werden. [12]
St. Bonifatius: eine andere Bauzeit, eine andere Formensprache
Die Kirche an der Holbeinstraße entstand 1926/27 nach Plänen von Martin Weber. Ihre expressionistische Gestaltung mit Bezügen zur norddeutschen Backsteingotik unterscheidet sich deutlich von den Wohnhäusern um 1900. Sie gehört zum Quartiersbild, lässt sich aber nicht sinnvoll als Gründerzeitbau einordnen. [2]
Woran lässt sich ein Altbau genauer lesen?
- Baukörper: Steht das Haus frei, bildet es ein Paar oder gehört es zu einer geschlossenen Reihe?
- Fassade: Wie sind Sockel, Fensterachsen, Erker und Dach gegliedert?
- Übergang zur Straße: Gibt es einen Vorgarten, eine Einfriedung oder einen direkten Hauseingang am Gehweg?
- Erhaltene Ausstattung: Welche Türen, Böden und Treppenteile sind dokumentiert original, welche später ergänzt?
- Umbauten: Wurden Wohnungen geteilt, Dachräume ausgebaut oder Erschließungen verändert?
Die Unterscheidung zwischen Bauzeit, Baustil und Haustyp erläutert unser Ratgeber über Gründerzeitvillen und Altbauten in Frankfurt ausführlicher.
Immobilien im Malerviertel: Was macht den Unterschied?
Für die Beurteilung einer Immobilie reicht der Quartiersname nicht aus. Eine Wohnung zum Innenhof, eine straßenseitige Wohnung an einer Verkehrsachse und ein Haus mit eigenem Garten bieten unterschiedliche Voraussetzungen. Die folgende Übersicht ist eine Prüfhilfe für Besichtigungen, keine Preisrangliste einzelner Straßen.
| Lagesituation | Bei der Besichtigung prüfen |
|---|---|
| Mainufer und Museumsnähe | Tatsächlicher Ausblick, Geschoss, Fensterorientierung sowie Nutzung und Geräusche des unmittelbaren Umfelds. |
| Innere Wohnstraßen | Abstand zu Nachbarhäusern, Belichtung, Hofsituation, Balkone und Anliefer- oder Durchgangsverkehr. |
| Größere Straßen und Bahnrand | Schall bei geöffneten und geschlossenen Fenstern, Lage der Schlafräume und vorhandene Schallschutzmaßnahmen. |
| Jüngere Wohnbebauung | Grundriss, Gebäudeausstattung, Außenflächen und laufende Kosten anhand der konkreten Unterlagen. |
Altbauwohnung: Die Wohnung und das ganze Haus betrachten
Hohe Räume, große Fenster oder erhaltene Türen können eine Wohnung besonders machen. Bei einer Eigentumswohnung gehört aber der Zustand des gemeinschaftlichen Gebäudes zur Beurteilung dazu. Für einen ersten Überblick sind Teilungserklärung, aktuelle Abrechnungen, Wirtschaftsplan, Vermögensbericht und Beschlussunterlagen sinnvoll. Zusätzlich sollte klar sein, welche Arbeiten am Haus geplant oder bereits beschlossen sind. Ein frisch renoviertes Bad sagt darüber wenig aus.
Haus oder Villa: Baugeschichte und heutige Nutzung abgleichen
Bei einem ganzen Haus sind ursprüngliche und heutige Organisation zu unterscheiden. Wie viele Einheiten gibt es tatsächlich? Welche Umbauten sind dokumentiert? Stimmen Pläne und Bestand überein? Ein villenartiges Erscheinungsbild allein beantwortet weder diese Fragen noch die nach Grundstücksrechten oder Nutzungsmöglichkeiten.
Warum hier kein pauschaler Quadratmeterpreis steht
Für diesen Beitrag wurde keine belastbare, aktuelle Kaufpreisauswertung ausschließlich für die hier verwendete Malerviertel-Abgrenzung verifiziert. Deshalb nennen wir keinen scheinbar präzisen Quartiersdurchschnitt. Angebotspreise einzelner Inserate wären dafür ebenfalls kein Ersatz. Für eine Immobilienbewertung in Frankfurt müssen geeignete Vergleichsdaten, Lage und Objektmerkmale zusammengeführt werden.
Unsere Seite zum Immobilienverkauf in Sachsenhausen ergänzt die Quartiersgeschichte um die persönliche Begleitung von Eigentümern.
Denkmalschutz und Erhaltungssatzungen: Was ist zu beachten?
Die Bezeichnung Malerviertel beschreibt keinen einheitlichen Schutzstatus. Zu unterscheiden sind ein Einzelkulturdenkmal, die Zugehörigkeit zu einer denkmalgeschützten Gesamtanlage und kommunale Erhaltungssatzungen. Nach der Erklärung des Landesamts kann eine Gesamtanlage auch Gebäude umfassen, die für sich kein Einzeldenkmal sind. Maßgeblich ist dann der Zusammenhang des geschützten Ensembles. [13]
DenkXweb ist ein sinnvoller Einstieg für die Recherche. In Hessen hat das Denkmalverzeichnis allerdings nachrichtlichen Charakter: Denkmaleigenschaft setzt keinen vorherigen Eintrag voraus. Ein fehlender Treffer ist deshalb kein verlässlicher Nachweis, dass ein Gebäude ungeschützt ist. Offene Fragen sollten mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde geklärt werden. [14]
Die Frankfurter Bauaufsicht führt außerdem die Milieuschutzsatzung E55 „Sachsenhausen-Nord“ auf und verlinkt deren räumlichen Geltungsbereich. Daraus folgt nicht, dass jede hier als Malerviertel bezeichnete Adresse automatisch darunter fällt. Prüfen Sie das Grundstück im städtischen Planauskunftssystem. Milieuschutz dient der Erhaltung der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung; Denkmalschutz verfolgt einen anderen Schutzzweck. [15] [16]
Vor geplanten Veränderungen sollten die einschlägigen Genehmigungen geklärt werden. § 172 BauGB sieht in entsprechend ausgewiesenen Erhaltungsgebieten Genehmigungsvorbehalte für Rückbau, Änderungen und Nutzungsänderungen vor. Welche Regelungen ein Vorhaben betreffen, ergibt sich aus der konkreten Satzung und dem Schutzstatus. Der Quartiersname und unsere Orientierungskarte ersetzen diese Prüfung nicht. [16]
Das Malerviertel zu Fuß entdecken
Ein Architekturspaziergang muss nicht möglichst viele Sehenswürdigkeiten abhaken. An wenigen Stationen lässt sich genauer beobachten, wie öffentliche Gebäude, Wohnhäuser und Straßenräume zusammenwirken. Die folgenden Stationen sind eine redaktionelle Auswahl; private Häuser werden ausschließlich vom öffentlichen Straßenraum betrachtet.
- Städel am Schaumainkai: Ausgangspunkt für die Verbindung von Kunst und Quartiersentwicklung. [4]
- Hans-Thoma-Straße: Am Beispiel von Nummer 25 die Einbindung eines schmalen Hauses in ein Ensemble betrachten. [12]
- Morgensternstraße: Fensterachsen, Eingänge und den Zusammenhang der historischen Häuser vergleichen. [2]
- Schadowstraße: An Nummer 14 auf Balkonerker und Einfriedung achten. [11]
- Holbeinstraße und St. Bonifatius: Den Wechsel zur Architektur der 1920er-Jahre erkennen. [2]
Für Eigentümer lässt sich dieser Blick auf das eigene Haus übertragen: Welche Merkmale machen es erkennbar? Welche davon sind erhalten? Und welche Veränderungen gehören inzwischen zu seiner Geschichte? Eine gute Darstellung beim Immobilienverkauf in Frankfurt beantwortet diese Fragen konkret und mit Belegen.
Quellen und Einordnung
Recherchestand: 8. Oktober 2026. Historische Angaben beruhen auf den nachfolgenden Quellen. Die Hinweise zu Besichtigung, Unterlagen und Bewertung sind redaktionelle Orientierung. Sie ersetzen keine individuelle bautechnische oder rechtliche Prüfung. Straßenbenennungen sind über die jeweils verlinkten Nachschlagewerke belegt; aus ihnen werden keine ehemaligen Wohnadressen der Künstler abgeleitet.
- Freunde Frankfurts: Malerviertel – Das Sachsenhäuser Westend. Abgrenzung und Entwicklung.
- Stadtteilportal Frankfurt-Sachsenhausen: Das Malerviertel. Architektur und örtliche Orientierung.
- Stadtplanungsamt Frankfurt: Plan.Werk 2010, Projekt Holbeinviertel. Historischer Planungsstand zur Umnutzung des Güterbahnhofs Süd.
- Städel Museum: Schaumainkai 1878. Eröffnung und Standortentscheidung.
- Holbeinstraße, Frankfurt am Main. Straßenname und Verlauf.
- Frankfurt Zoom: Morgensternstraße. Namensgeber.
- Frankfurter Straßennamen: Passavantstraße.
- Frankfurter Straßennamen: Hans-Thoma-Straße.
- Frankfurter Straßennamen: Schadowstraße.
- Historisches Museum Frankfurt: Kircheninterieur von Johann Ludwig Ernst Morgenstern.
- Landesamt für Denkmalpflege Hessen: Schadowstraße 14. Datierung, Bauform und Ausstattung.
- Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen: Hans-Thoma-Straße 25. Baugeschichte und Umbauprojekt.
- Hessen Denkmal: Was ist ein Kulturdenkmal?. Einzeldenkmal und Gesamtanlage.
- Hessen Denkmal: Überblick über den Denkmalbestand. Nachrichtlicher Charakter des Verzeichnisses.
- Bauaufsicht Frankfurt: Milieuschutzsatzungen. E55 und Verweis auf den räumlichen Geltungsbereich.
- § 172 Baugesetzbuch. Erhaltungssatzungen und Genehmigungsvorbehalte.
Infografiken & Übersichten
Grafiken zum Beitrag
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Malerviertel Frankfurt
Wo liegt das Malerviertel in Frankfurt?
Das Malerviertel liegt in Sachsenhausen-Nord. Gebräuchliche Grenzen sind der Main im Norden, die Schweizer Straße im Osten, die Stresemannallee im Westen und die Bahntrasse im Süden. Diese Quartiersbeschreibung ist keine rechtsverbindliche Schutzgebietsgrenze.
Warum heißt das Quartier Malerviertel?
Viele Straßen erinnern an Maler und andere Persönlichkeiten aus der Kunstgeschichte. Dazu gehören die Holbeinstraße, Morgensternstraße, Passavantstraße, Hans-Thoma-Straße und Schadowstraße. Der Straßenname allein belegt nicht, dass der Namensgeber dort wohnte.
Wann entstand das Frankfurter Malerviertel?
Die Entwicklung setzte in den späten 1870er-Jahren an der Schweizer Straße ein und lief in weiteren Bauphasen nach Westen bis 1939. Das Städel eröffnete seinen Neubau am Schaumainkai 1878. Das Viertel besitzt deshalb keinen einheitlichen Baustil und kein gemeinsames Baujahr.
Welcher Morgenstern ist mit der Morgensternstraße gemeint?
Die Morgensternstraße erinnert an den Maler und Kupferstecher Johann Ludwig Ernst Morgenstern (1738–1819), nicht an den Dichter Christian Morgenstern.
Ist das Malerviertel dasselbe wie das Holbeinviertel?
Nein. Das Malerviertel bezeichnet das größere historisch gewachsene Quartier. Das jüngere Holbeinviertel entstand am südlichen Rand auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Süd.
Stehen alle Häuser im Malerviertel unter Denkmalschutz?
Aus dem Quartiersnamen lässt sich kein Schutzstatus ableiten. Einzeldenkmal, Zugehörigkeit zu einer Gesamtanlage und kommunale Erhaltungssatzungen müssen für die konkrete Adresse geprüft werden. Ein fehlender Eintrag in DenkXweb schließt Denkmalschutz nicht sicher aus.
Was kosten Immobilien im Malerviertel?
Dieser Beitrag nennt keinen pauschalen Quadratmeterpreis, da keine aktuelle Kaufpreisauswertung für die verwendete Quartiersabgrenzung verifiziert wurde. Für die Bewertung zählen geeignete Vergleichsdaten und die konkreten Merkmale von Lage, Gebäude und Wohnung.
Zuletzt fachlich geprüft am
Recherche und redaktionelle Prüfung: 8. Oktober 2026. Historische Einordnung und allgemeine Immobilieninformationen; Schutzstatus und Zustand sind für das einzelne Gebäude zu klären.Das Titelmotiv ist eine KI-generierte Illustration, inspiriert von der Architektur des Malerviertels. Es zeigt keine dokumentarische Aufnahme einer konkreten Straße oder Immobilie. Karte und Infografiken wurden redaktionell und teilweise KI-gestützt erstellt. Kartendaten: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL).Persönliche Beratung
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