Holzhausenviertel Frankfurt: Geschichte, Altbauten und Wohnen am Park
Ein alter Park, ein barockes Wasserschlösschen und Wohnhäuser mit eigenem Charakter: Das Holzhausenviertel zeigt eine besondere Seite des Frankfurter Nordends. Seine Geschichte, die Architektur und die Fragen, die beim Kauf, bei Veränderungen und beim Verkauf zählen.

Inhaltsverzeichnis
Ein paar Schritte vom Oeder Weg entfernt wird das Nordend grüner und die Bebauung stellenweise offener. Vorgärten, Erker und hohe Fenster prägen die Wohnstraßen rund um den Holzhausenpark. Dazwischen stehen Häuser, die weniger repräsentativ auftreten, aber ebenso zur Geschichte des Viertels gehören. Der besondere Reiz liegt im Zusammenspiel: ein historischer Park mitten in der Stadt, unterschiedliche Altbauten und ein Alltag, der sich zu großen Teilen zu Fuß organisieren lässt.
Wo liegt das Holzhausenviertel in Frankfurt?
Das Holzhausenviertel liegt im Frankfurter Nordend-West rund um den Holzhausenpark mit dem Holzhausenschlösschen. Zur Orientierung dienen die Eschersheimer Landstraße westlich des Parks, der Oeder Weg östlich davon und der Alleenring weiter nördlich. Es ist ein Quartiersname innerhalb des Nordends, kein eigener Stadtteil.
Für einen ersten Spaziergang bieten sich Holzhausenstraße, Justinianstraße und Hammanstraße an; weiter nördlich liegt der Frauensteinplatz mit seiner Grünanlage. [14] Schon auf kurzer Strecke wechseln sich freistehende Häuser, Doppelhäuser und mehrgeschossige Wohnhäuser ab. Der Blick auf den Park ist dabei etwas anderes als die Lage in einer benachbarten Straße: Ausrichtung, Abstand zur nächsten Fassade und Verkehr verändern das Wohngefühl von Haus zu Haus.
Unsere Karte zeigt Holzhausenpark und Schlösschen, die U-Bahn-Station Holzhausenstraße, den Frauensteinplatz weiter nördlich sowie den westlich gelegenen Campus Westend der Goethe-Universität. Sie zeichnet bewusst keine vermeintlich verbindliche Viertelsgrenze ein. Für Bauvorhaben sind ohnehin die grundstücksbezogenen Satzungs- und Denkmalinformationen maßgeblich, nicht die im Immobilienangebot verwendete Quartiersbezeichnung.

Wie entstand das Holzhausenviertel?
Das Holzhausenviertel entwickelte sich aus dem Umfeld eines früheren Landguts der Familie von Holzhausen. Der heutige Schlossbau entstand 1727 bis 1729. Während Frankfurts Stadterweiterung wurde ein großer Teil des früheren Parkareals bebaut; der verbliebene Park wurde 1913 von der Stadt erworben und öffentlich geöffnet. Die Entwicklung verlief damit vom privaten Landsitz zum städtischen Wohnquartier mit öffentlichem Grün. [1] [2] [3]
Ein Landsitz vor der wachsenden Stadt
1503 erwarb die Familie von Holzhausen das als „Oed“ bezeichnete Landgut. Das barocke Wasserschloss geht auf Louis Remy de la Fosse zurück. Es steht auf einer vom Wasser umgebenen Insel und wird über eine Brücke erreicht. Diese ältere Schicht der Geschichte ist bis heute sichtbar, obwohl sich das Umfeld vollständig verändert hat. [1] [2]
Wohnhäuser statt eines ausgedehnten privaten Parks
Mit der Stadterweiterung unter Oberbürgermeister Franz Adickes wuchs die Bebauung in das ehemalige Parkgelände hinein. Das heutige Viertel ist deshalb weder eine mittelalterliche Siedlung noch ein geschlossenes Bauprojekt aus einem einzigen Jahr. Bereits 1896 entstand etwa das Haus Holzhausenstraße 65. Spätere Gebäude ergänzten und veränderten das Quartier. [3] [4]
Der erhaltene Park wurde zum gemeinsamen Bezugspunkt. Aus dem einstigen Rückzugsort einer Familie wurde ein Freiraum für das Nordend. Die Geschichte erklärt damit eine bis heute wirksame Besonderheit: Die Wohnlage entwickelte sich um ein bereits vorhandenes landschaftliches Zentrum und nicht um eine nachträglich angelegte Restfläche.

Altbauten, Villen und der Eindruck englischer Townhouses
Das Holzhausenviertel besitzt keine einheitliche Hausform. Villen, Doppelhäuser und villenartige Etagenhäuser stehen neben anderen Wohngebäuden. Die Architektur reicht vom späten Historismus bis zu späteren, sachlicheren Formen. „Townhouse“ beschreibt hier vor allem einen heutigen Eindruck des Stadtwohnens und ist keine belegte gemeinsame Herkunft aller Häuser. Auf die architektonische Vielfalt verweist auch die Verlagsbeschreibung zu Heinz Schomanns Häuser- und Architektenkatalog über das Viertel. [5]
Was an England erinnert
Der Vergleich ist nachvollziehbar: eigene Hauseingänge, kleine Vorgärten hinter Einfriedungen, gegliederte Fassaden und mehrere Wohnebenen auf einem städtischen Grundstück. An manchen Stellen entsteht dadurch eine ähnliche Nähe zwischen Haus, Garten und Straße, wie man sie mit englischen Townhouses verbindet. Das ist eine gestalterische Assoziation, keine Aussage über die damaligen Planer oder Bauherren.
Ein historisch belegter englischer Bezug findet sich dagegen beim Grün: Das Landesamt für Denkmalpflege beschreibt den erhaltenen Holzhausenpark als Anlage im englischen Landschaftsstil. Locker wirkende Gehölzgruppen und offene Rasenräume bilden einen Gegenpol zur bebauten Umgebung. [6]
Holzhausenstraße 65: ein konkretes Architekturbeispiel
Das Denkmalverzeichnis führt die Holzhausenstraße 65 als villenartiges Etagenhaus der Neurenaissance von 1896, entworfen von J. F. Schnatter. Es gehört zu einer Häusergruppe mit den Nummern 63 und 67–73. Bemerkenswert ist die Beschreibung des vergleichsweise sparsamen Fassadendekors: Der Charakter des Viertels beruht also keineswegs überall auf üppigem Schmuck. Das Haus ist als Bestandteil der Gesamtanlage 16 erfasst. [4]
„Villa“ und „Neurenaissance“ beantworten zudem unterschiedliche Fragen: Das eine bezeichnet einen Haustyp beziehungsweise dessen Erscheinung, das andere die Formensprache. Ein villenartig gestaltetes Haus kann mehrere Wohnungen enthalten. Mehr dazu erläutert unser Ratgeber über Gründerzeithäuser, Stadtvillen und Villen in Frankfurt.
Welche Altbaudetails einen zweiten Blick verdienen
Bei einer Besichtigung lohnt sich der Blick über die Fassade hinaus. Erhaltene Haustüren, Treppen, Beschläge, Raumfolgen oder Stuck können die Geschichte eines Hauses vermitteln. Ob sie tatsächlich aus der Bauzeit stammen, später ergänzt oder rekonstruiert wurden, lässt sich nur am konkreten Gebäude und anhand von Unterlagen beurteilen.
Ebenso wichtig ist, wie gut das Haus heute funktioniert: Belichtung, Zuschnitt, Sanitärbereiche, Schallschutz, Haustechnik und Zustand der Gebäudehülle. Eine schöne Straßenansicht sagt darüber wenig aus. Gerade der Unterschied zwischen äußerer Wirkung und tatsächlicher Nutzbarkeit entscheidet, ob eine Altbauwohnung zum eigenen Alltag passt.

Warum ist das Wohnen am Holzhausenpark so attraktiv?
Der besondere Wohnwert entsteht aus der Verbindung von Park, historisch geprägten Wohnstraßen und innerstädtischer Erreichbarkeit. Wer Altbauarchitektur und Grün sucht, findet hier beides in unmittelbarer Nachbarschaft. Ob eine einzelne Immobilie ruhig, hell oder besonders privat ist, hängt jedoch von ihrer konkreten Lage ab.
Der Park bietet große Bäume, Wiesen und Spielbereiche; im Schlösschen hat die Frankfurter Bürgerstiftung ihren Sitz und organisiert Kulturveranstaltungen. Das schafft einen öffentlichen Ort, der über eine schöne Aussicht hinaus Bedeutung für das Viertel hat. [3] [1] Der Oeder Weg verbindet die Wohnstraßen mit dem Alltag im Nordend. Westlich der Eschersheimer Landstraße schließt sich der Campus Westend der Goethe-Universität an. [15] An der Eschersheimer Landstraße liegt die U-Bahn-Station Holzhausenstraße mit den Linien U1, U2, U3 und U8. [7]
Zur Lagebeurteilung gehört auch die andere Seite: Ein parkseitiges Zimmer, eine Wohnung zur Straße und ein rückwärtiger Garten können sich deutlich unterscheiden. Größere Verkehrsachsen im Umfeld verdienen einen eigenen Eindruck zu verschiedenen Tageszeiten. Bei einem Haus ohne privaten Stellplatz sollte man die eigene Mobilität ebenso konkret durchspielen wie den Weg mit Kinderwagen oder schweren Einkäufen in ein höheres Geschoss.
Mehr zum Umfeld, zu unterschiedlichen Straßenlagen und zur Begleitung von Eigentümern finden Sie auf unserer Seite Immobilien im Frankfurter Nordend.
Erhaltungssatzung und Denkmalschutz: Was gilt im Holzhausenviertel?
Für die bauliche Einordnung ist insbesondere die Erhaltungssatzung E39 „Nordend I“ relevant. Sie schützt die städtebauliche Eigenart aufgrund der Gestalt des Gebiets nach § 172 Abs. 1 Nr. 1 BauGB. Das ist etwas anderes als sozialer Milieuschutz. Ob ein bestimmtes Grundstück zusätzlich zu einer denkmalgeschützten Gesamtanlage gehört oder ein Einzeldenkmal ist, muss gesondert geprüft werden. Die Quartiersbezeichnung allein beantwortet keine dieser Fragen. [8] [9]
Gestaltschutz: Auch eine kleinere äußere Änderung kann relevant sein
Die Satzung E39 wurde am 26. Oktober 2000 beschlossen. Sie nennt den Rückbau, die Änderung und Nutzungsänderung sowie die Errichtung baulicher Anlagen als genehmigungsbedürftig. Das Stadtplanungsamt weist darauf hin, dass auch nach der Bauordnung genehmigungsfreie Maßnahmen eine erhaltungsrechtliche Genehmigung benötigen können. Bei Fenstern, Dachgestaltung, Fassaden und Einfriedungen sollte deshalb vor Beauftragung geklärt werden, welche Anforderungen im konkreten Fall gelten. [8] [10]
Das ist kein pauschales Verbot, ein Haus zu modernisieren. Entscheidend sind das Vorhaben, die geschützten Merkmale und die maßgeblichen Genehmigungsvoraussetzungen. Für die genaue Lage eines Grundstücks verweist die Satzung auf ihre verbindliche Gebietskarte. Unsere Orientierungskarte ersetzt diese Prüfung nicht.
Milieuschutz: ein anderer Schutzzweck
Eine soziale Erhaltungssatzung nach § 172 Abs. 1 Nr. 2 BauGB soll die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung erhalten. Aus der Zugehörigkeit zur gestalterischen Satzung E39 folgt daher nicht automatisch sozialer Milieuschutz. Ob eine weitere Satzung greift, lässt sich mit den aktuellen städtischen Karten und Satzungsunterlagen adressbezogen feststellen. Die Unterschiede erläutern wir ausführlicher im Ratgeber zu Erhaltungssatzung und Milieuschutz in Frankfurt. [11]
Einzeldenkmal und Gesamtanlage getrennt prüfen
Schlösschen und Park sind im hessischen Denkmalverzeichnis erfasst. Bei Wohnhäusern ist zwischen einem individuell geschützten Kulturdenkmal und einem Bestandteil einer geschützten Gesamtanlage zu unterscheiden. Im zweiten Fall steht der historische Zusammenhang des Ensembles im Vordergrund; daraus lässt sich nicht ungeprüft derselbe Schutzumfang für jedes Innendetail ableiten. [12]
Eigentümer sollten den Denkmalstatus und geplante Arbeiten früh mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde klären. Je nach Gebäude und Maßnahme können bau-, erhaltungs- und denkmalrechtliche Anforderungen nebeneinander bestehen. Wer einen Verkauf vorbereitet, sollte vorhandene Bescheide und Genehmigungen bereitlegen und offene Fragen benennen. Unser Beitrag zum Verkauf einer denkmalgeschützten Immobilie führt die praktische Vorbereitung weiter aus.

Für wen passt eine Immobilie im Holzhausenviertel?
Eine Lagebezeichnung ersetzt kein passendes Wohnkonzept. Die folgenden Bedürfnisse sind eine redaktionelle Einordnung möglicher Käuferinteressen, keine statistische Aussage über die Bewohner des Viertels:
- Familien mit städtischem Alltag: Parknähe, mehrere gut nutzbare Zimmer und Außenflächen können wichtig sein. Ein zusätzlicher Durchgangsraum ist dabei nicht automatisch ein vollwertiges Kinderzimmer; Schul- und Betreuungsfragen sind individuell zu klären.
- Paare und Einzelpersonen mit Interesse an Architektur: Raumhöhe, gute Proportionen, Licht und erhaltene Details können stärker wiegen als eine besonders große Fläche. Ein Aufzug und ein gut erreichbarer Außenbereich können die langfristige Nutzbarkeit verbessern.
- Käufer eines ganzen Hauses: Sie benötigen Klarheit über die heutige Aufteilung, bestehende Mietverhältnisse und die zulässige Nutzung. Ein äußerlich einheitliches Haus lässt sich nicht ohne Prüfung als frei verfügbares Einfamilienhaus einordnen.
- Käufer mit Umbauabsicht: Sie brauchen neben Gestaltungsideen einen realistischen technischen und rechtlichen Rahmen. Bei einem Haus mit mehreren Eigentümern kommen die Zuständigkeiten und Entscheidungen der Gemeinschaft hinzu.
Für Kapitalanleger stehen zusätzlich Mietverträge, Ertrag, Bewirtschaftung und absehbare Investitionen im Mittelpunkt. Die bloße Nähe zum Park ersetzt keine Wirtschaftlichkeitsprüfung. Bei vermietetem Eigentum sind Verfügbarkeit und Käuferkreis anders zu beurteilen als bei einem bezugsfreien Objekt.
Was kosten Wohnungen und Häuser im Holzhausenviertel?
Das Holzhausenviertel gehört zum hochpreisigen Frankfurter Wohnungsmarkt. In unserer Angebotsrecherche für Q4 2026 lagen ausgewählte Bestandswohnungen gerundet bei etwa 9.000 bis 10.000 Euro je Quadratmeter. Bei besonders hochwertigen neueren Wohnungen und Penthouses erreichten die Preisvorstellungen etwa 14.000 bis 15.000 Euro je Quadratmeter. Für die untersuchten größeren Häuser und Stadtvillen wurden rund 3,5 bis 4,5 Millionen Euro verlangt. [16]
| Immobilientyp | Beobachtete Preisgrößen, gerundet |
|---|---|
| Bestandswohnungen verschiedener Baujahre | etwa 9.000–10.000 €/m² |
| Besonders hochwertige neuere Wohnungen und Penthouses | etwa 14.000–15.000 €/m² |
| Größere Häuser und Stadtvillen, teils mit mehreren Wohnungen | etwa 3,5–4,5 Mio. € Gesamtpreis |
Grundlage sind sechs ausgewählte Angebote, recherchiert im Oktober 2026. Die Werte zeigen Preisvorstellungen aus der Angebotsauswahl, keine nachgewiesenen Verkaufspreise oder Viertelsdurchschnitte. Kaufnebenkosten und gegebenenfalls zusätzlich berechnete Stellplätze kommen hinzu.
Was bedeutet das für das Kaufbudget?
Ein Rechenbeispiel: Bei einem angesetzten Quadratmeterpreis von 9.000 bis 10.000 Euro ergibt sich für eine Wohnung mit 100 m² ein Kaufpreis von 900.000 bis 1 Million Euro. Bei 150 m² wären es 1,35 bis 1,5 Millionen Euro. Das veranschaulicht die Größenordnung; für eine konkrete Wohnung entscheiden unter anderem Zustand, Geschoss, Grundriss und Außenflächen.
Bei Häusern prägen Grundstück und Gebäudegröße den Gesamtpreis besonders stark. Ein größeres Haus mit mehreren Wohnungen ist dabei anders zu beurteilen als ein Einfamilienhaus. Auch Sanierungsbedarf kann bei einem hohen Kaufpreis bestehen; geplante Arbeiten und ihre Kosten gehören deshalb von Anfang an ins Budget. Die höheren Wohnungswerte der Auswahl stammen aus jüngeren Gebäuden und lassen sich nicht pauschal als Preisniveau jeder Altbauwohnung übernehmen.
Wie bewertet man eine Altbauimmobilie im Holzhausenviertel?
Eine belastbare Bewertung berücksichtigt die konkrete Mikrolage, den Gebäudetyp, den Zustand und die rechtliche sowie tatsächliche Nutzbarkeit. Der Name Holzhausenviertel und eine attraktive Fassade begründen für sich genommen keinen festen Preisaufschlag. Eine Wohnung im Etagenhaus, eine Doppelhaushälfte und eine freistehende Villa benötigen jeweils passende Vergleichsgrundlagen.
- Mikrolage: Parkbezug, Straßenraum, Lichteinfall, Ausrichtung, Einblicke und die Situation auf der Rückseite getrennt betrachten.
- Haus und Wohnung: Originalsubstanz und Zustand von Dach, Fassade, Fenstern, Leitungen und Heizung prüfen. Bei Wohnungseigentum gehören Gemeinschaftseigentum, Rücklage, Beschlüsse und geplante Maßnahmen dazu.
- Fläche und Nutzung: Aktuelle Grundrisse und eine nachvollziehbare Flächenberechnung verwenden. Ausgebaute Dachräume, Souterrain und spätere Anbauten benötigen eine eigene Einordnung.
- Rechte und Schutzstatus: Grundbuch, Teilungserklärung, Mietverhältnisse, Satzungen und Denkmalinformationen in die Beurteilung aufnehmen.
Ein Beispiel: Zwei ähnlich große Wohnungen in derselben Straße können sich erheblich unterscheiden, wenn eine einen gut nutzbaren Balkon und einen Aufzug hat, während bei der anderen größere Arbeiten am Gemeinschaftseigentum bevorstehen. Solche Unterschiede lassen sich nicht mit einem einzigen Viertelsdurchschnitt erklären.
Unsere Immobilienbewertung in Frankfurt ordnet diese Merkmale im Zusammenhang ein. Für Flächenfragen finden Sie ergänzend den Ratgeber zur Wohnflächenberechnung beim Verkauf; für Eigentumswohnungen behandelt unser Beitrag Altbauwohnung in Frankfurt verkaufen die Vorbereitung im Detail.

Wie lässt sich ein Haus oder eine Wohnung hier überzeugend vermarkten?
Eine gute Vermarktung zeigt, was an der einzelnen Immobilie besonders ist und wie sie sich nutzen lässt. Hausgeschichte, Architektur und Parknähe bilden einen überzeugenden Rahmen, wenn sie durch konkrete Unterlagen und passende Aufnahmen gestützt werden.
Geschichte mit belegbaren Details erzählen
Ein historischer Plan, ein nachgewiesener Architekt oder eine dokumentierte Restaurierung erklärt mehr als das Wort „herrschaftlich“. Im Exposé sollten Bauzeit, ursprüngliche Nutzung und spätere Veränderungen auseinandergehalten werden. Raumfolgen, Ausblicke und erhaltene Ausstattungsdetails verdienen eigene Bilder und präzise Beschreibungen. Ein restauriertes Bauteil sollte als solches bezeichnet werden; eine Rekonstruktion ist kein unverändertes Original.
Bei Renovierungsbedarf ein nachvollziehbares Konzept zeigen
Wenn größere Arbeiten anstehen, kann ein fachlich vorbereitetes Sanierungskonzept Kaufinteressenten die Beurteilung erleichtern: Was muss technisch gemacht werden, was ist eine gestalterische Option und welche Abstimmungen fehlen noch? Ein Vorschlag kann beispielsweise den Erhalt historischer Türen mit einer angepassten Haustechnik und einer zeitgemäßen Badplanung verbinden. Ob das baulich, rechtlich und wirtschaftlich sinnvoll ist, wird am konkreten Objekt geprüft.
Kosteneinschätzungen brauchen einen benannten Umfang und nachvollziehbare Annahmen. Grundrissvarianten oder Visualisierungen zeigen Möglichkeiten, aber keine bereits erteilte Genehmigung. Bei Wohnungseigentum sind außerdem Sonder- und Gemeinschaftseigentum sowie erforderliche Beschlüsse zu beachten. Der Ratgeber sanierungsbedürftige Immobilien verkaufen vergleicht die Vorbereitung und den Verkauf im bestehenden Zustand.
Präsentation und Käuferansprache auf das Objekt abstimmen
Bei einer familiengeeigneten Wohnung sollten Zimmernutzung, Außenflächen und Alltag verständlich werden. Bei einer architektonisch besonderen Villa verdienen Raumzusammenhang, Grundstück und Substanz mehr Aufmerksamkeit. Ob eine öffentliche Vermarktung oder eine zunächst diskrete Ansprache passend ist, hängt von Verkaufsziel, Objekt und erreichbarem Käuferkreis ab. Off-Market ist kein automatischer Preisvorteil.
Ihr Immobilienmakler für das Holzhausenviertel – mit besonderer Altbau-Expertise
Marc Härter Immobilien ist auf den Verkauf hochwertiger Häuser und Wohnungen spezialisiert – mit besonderer Expertise für Altbauimmobilien, Gründerzeithäuser und Villen. Als Immobilienmakler für das Holzhausenviertel begleiten wir Eigentümer persönlich bei Bewertung und Verkauf. Wir betrachten historische Details, den heutigen Zustand und mögliche Sanierungsschritte gemeinsam und bereiten diese Merkmale für die passenden Käufer nachvollziehbar auf.
Unsere inhabergeführte Immobilienboutique mit Büro im OpernTurm betreut Eigentümer im Frankfurter Westend und im Nordend einschließlich des Holzhausenviertels. Als Immobilienmakler in Frankfurt verbinden wir die Einordnung der Wohnlage mit einer individuellen Bewertung Ihrer Immobilie und einer auf Haus, Architektur und Käuferkreis abgestimmten Verkaufsbegleitung.
Quellen und fachliche Einordnung
Stand: 15. Oktober 2026. Geschichte und Schutzregeln wurden anhand der folgenden Quellen geprüft. Die Einordnung von Wohnqualitäten und Käuferbedürfnissen ist redaktionell; die Rechtsausführungen ersetzen keine Prüfung eines konkreten Vorhabens.
- [1] Frankfurter Bürgerstiftung: Geschichte des Hauses – Landgut, Schlossbau und heutige Nutzung.
- [2] Landesamt für Denkmalpflege Hessen: Holzhausenschlösschen – Bauzeit 1727–1729 und Architekt.
- [3] Stadt Frankfurt: Holzhausenpark – Stadtentwicklung, öffentlicher Park ab 1913 und Freiraumnutzung. Die Schlossbauzeit folgt den übereinstimmenden Angaben von [1] und [2].
- [4] Landesamt für Denkmalpflege Hessen: Holzhausenstraße 65 – Etagenhaus von 1896 und Bestandteil der Gesamtanlage 16.
- [5] Imhof-Verlag: Heinz Schomann, Das Frankfurter Holzhausenviertel – eingesehene Verlagsbeschreibung des Häuser- und Architektenkatalogs; weiterführender Literaturhinweis.
- [6] Landesamt für Denkmalpflege Hessen: Adolph-von-Holzhausen-Park – englischer Landschaftsstil und Denkmalstatus.
- [7] VGF: Aufzugsnachrüstungen, Station Holzhausenstraße – Linienzuordnung U1, U2, U3 und U8.
- [8] Stadt Frankfurt: Erhaltungssatzung E39 „Nordend I“ (PDF) – Beschluss vom 26. Oktober 2000, Schutzzweck und Gebietskarte. Grundstücksbezogene Informationen über planAS.
- [9] § 172 BauGB – städtebauliche Gestalt und Zusammensetzung der Wohnbevölkerung als unterschiedliche Schutzzwecke.
- [10] Stadtplanungsamt Frankfurt: Erhaltungssatzungen – erhaltungsrechtliche Prüfung auch bauordnungsrechtlich genehmigungsfreier Maßnahmen.
- [11] Bauaufsicht Frankfurt: Soziale Erhaltungssatzungen – aktuelle Gebiets- und Satzungsinformationen.
- [12] Landesamt für Denkmalpflege Hessen: Denkmalerfassung und Denkmalverzeichnis – Einzelkulturdenkmäler und Gesamtanlagen.
- [13] © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL – eigene Orientierungskarte aus Geodaten, abgerufen im Oktober 2026. Vereinfachte Darstellung; keine amtlichen Quartiers-, Satzungs- oder Denkmalgrenzen.
- [14] Stadt Frankfurt: Straßenverzeichnis 2024 (PDF) – Frauensteinplatz im Nordend-West; Lage und Grünfläche anhand der OpenStreetMap-Geometrien geprüft.
- [15] Goethe-Universität: Campus Westend – Campusstandort und Lageplan.
- [16] Eigene Angebotsrecherche, Q4 2026: sechs nach Anbieterangabe dem Holzhausenviertel zugeordnete Angebote, getrennt nach Bestandswohnungen, neueren Premiumwohnungen und ganzen Häusern. Zusammengefasste Datengrundlage als CSV. Quadratmeterwerte aus Preis und angegebener Wohnfläche berechnet; Preisgrößen gerundet. Einzelangebote werden nicht verlinkt.
Häufige Fragen
Häufige Fragen zum Holzhausenviertel
Was kosten Wohnungen und Häuser im Holzhausenviertel?
In der Angebotsrecherche für Q4 2026 lagen ausgewählte Bestandswohnungen gerundet bei etwa 9.000 bis 10.000 Euro je Quadratmeter, besonders hochwertige neuere Wohnungen und Penthouses bei etwa 14.000 bis 15.000 Euro. Für untersuchte größere Häuser und Stadtvillen wurden rund 3,5 bis 4,5 Millionen Euro verlangt. Das sind ausgewählte Preisvorstellungen, keine nachgewiesenen Verkaufspreise oder Viertelsdurchschnitte.
Wo liegt das Holzhausenviertel in Frankfurt?
Das Holzhausenviertel liegt im Nordend-West rund um den Holzhausenpark. Zur Orientierung dienen die Eschersheimer Landstraße westlich des Parks, der Oeder Weg östlich davon und der Alleenring weiter nördlich. Es ist ein Quartiersname und kein eigener Frankfurter Stadtteil.
Welche Straßen gehören zum Holzhausenviertel?
Holzhausenstraße, Justinianstraße und Hammanstraße bieten einen guten Einstieg in das Quartier rund um den Park. Eine solche Orientierung ist keine rechtsverbindliche Gebietsabgrenzung. Für ein Grundstück sind die offiziellen Karten der jeweiligen Satzung und der konkrete Denkmalstatus maßgeblich.
Wie entstand das Holzhausenviertel?
Das Viertel entwickelte sich im Umfeld des früheren Landguts der Familie von Holzhausen. Während Frankfurts Stadterweiterung wurde ein großer Teil des früheren Parks bebaut. Der verbliebene Park wurde 1913 von der Stadt erworben und öffentlich geöffnet. Das Holzhausenschlösschen ist älter: Der heutige Bau entstand 1727 bis 1729.
Warum erinnert das Holzhausenviertel an England?
Vorgärten, eigene Hauseingänge und gegliederte Fassaden können an englische Townhouses erinnern. Das ist ein gestalterischer Vergleich, kein Beleg für eine gemeinsame englische Planungsgeschichte der Häuser. Beim Holzhausenpark ist der Bezug konkreter: Das Denkmalverzeichnis beschreibt ihn als Anlage im englischen Landschaftsstil.
Gilt im Holzhausenviertel eine Erhaltungssatzung?
Relevant ist insbesondere die Erhaltungssatzung E39 Nordend I, die die städtebauliche Eigenart aufgrund der Gestalt schützt. Ob ein Grundstück im Geltungsbereich liegt und welche weiteren Schutzregeln bestehen, ist anhand der offiziellen Karten und Unterlagen zu prüfen. Gestaltschutz ist nicht automatisch sozialer Milieuschutz.
Stehen alle Häuser im Holzhausenviertel unter Denkmalschutz?
Aus der Lage im Viertel folgt kein einheitlicher Denkmalstatus für jedes Haus. Einzelkulturdenkmal, Bestandteil einer denkmalgeschützten Gesamtanlage und Erhaltungssatzung sind unterschiedliche Einordnungen. Beispielsweise ist die Holzhausenstraße 65 im Denkmalverzeichnis als Bestandteil der Gesamtanlage 16 erfasst. Der konkrete Schutzumfang ist objektbezogen zu klären.
Ist ein Haus mit mehreren Wohnungen automatisch eine Villa?
Die villenartige Erscheinung eines Hauses sagt nicht, wie viele Wohnungen es enthält oder welche Nutzung zulässig ist. Im Holzhausenviertel gibt es auch villenartige Etagenhäuser. Für Kauf und Verkauf zählen die tatsächliche Aufteilung, die genehmigte Nutzung und die vorhandenen Rechte.
Was beeinflusst den Wert einer Altbauwohnung am Holzhausenpark?
Wichtig sind die konkrete Mikrolage, Belichtung, Geschosslage, Grundriss, Außenfläche und Erreichbarkeit. Hinzu kommen Zustand und Investitionsbedarf von Wohnung und Gemeinschaftseigentum, nachvollziehbare Flächenangaben, Vermietung und Schutzregeln. Parknähe allein begründet keinen festen Preisaufschlag.
Zuletzt fachlich geprüft am
Stand: 15. Oktober 2026. Quellenprüfung und separater zweiter fachlicher und rechtlicher Prüfdurchgang. Der Schutzstatus und die Zulässigkeit konkreter Veränderungen sind grundstücks- und vorhabenbezogen zu klären.Titelbild und redaktionelle Straßenansicht sind KI-Visualisierungen. Die Orientierungskarte wurde unabhängig davon aus OpenStreetMap-Geodaten erstellt (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Die vier Nutzgrafiken wurden teilweise KI-gestützt erstellt.Persönliche Beratung
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