Großzügige Proportionen, aufgearbeitetes Fischgrätparkett und kunstvolle Stuckdecken geben dieser Beletage ihre besondere Atmosphäre. Historische Türen mit Glaseinsätzen und feine handwerkliche Details prägen die Räume. In der Wohnung von 1911 ist eine Wohnkultur erhalten geblieben, die sich bis in die Gestaltung der Türen, Zargen und Beschläge zeigt. Die 2026 abgeschlossene Sanierung knüpft daran an: mit sorgfältig überarbeiteten Oberflächen, ergänztem Massivparkett aus französischer Eiche und einer zurückhaltenden Farbgebung, die dem Bestand Raum lässt.
Bereits das Entrée lässt den besonderen Charakter der Wohnung erkennen. Vom diesem aus erschließt sich die Gliederung der Wohnung. Fünf Zimmer ermöglichen Wohnen, Arbeiten und Rückzug miteinander zu verbinden. Der Salon erhält durch seine Proportionen und die zurückhaltende Farbgebung eine besondere Ruhe. Das Erkerzimmer fängt mit der gegliederten Fensterfront aus mehreren Richtungen ein und ermöglicht einen besonderen Platz im Raum.
Fein modellierte Deckenrosetten und reliefierte Kaminelemente zeugen von der handwerklichen Sorgfalt der Entstehungszeit und wurden mit Gespür für ihren ursprünglichen Ausdruck aufgearbeitet. Erhalten ist auch das Ruftableau der einstigen Dienstbotenrufanlage. Seine beschrifteten Anzeigefelder geben Einblick in das Leben, das einst die Räume füllte. Aufgearbeitetes historisches Parkett und ergänztes Massivparkett aus französischer Eiche führen Vergangenheit und Moderne zusammen.
In der Küche bestimmen dunkle, grifflose Fronten, warme Holztöne und klare Linien das Bild. Die Einbauten von Schüller, eine Arbeitsplatte aus Dekton und integrierte Siemens-Geräte fügen sich in die ruhige Gestaltung ein. Die Kochinsel gliedert den Raum, ohne die Verbindung zum Essplatz zu unterbrechen. Hier findet auch ein langer Tisch seinen Platz. Der direkt anschließende Balkon erweitert die Küche um einen kleinen Platz im Freien – für den ersten Espresso am Morgen, bevor der Tag beginnt.
Das neu gestaltete Tageslichtbad mit Fußbodenheizung nimmt die warme Farbwelt der Wohnung auf. Badewanne, separate Dusche mit maßgefertigter Glasabtrennung und ein breiter Waschtisch sind zu einem großzügigen Ganzen angeordnet. Ein separates Gäste-WC und ein eigener Hauswirtschaftsraum ergänzen den Grundriss.
Die Nähe zum Holzhausenpark verbindet diese Beletage mit einer der besonders schönen Seiten des Nordends. Ihr eigener Reiz liegt in den Räumen: im Licht am Erker, im Blick durch die Flügeltüren und in den handwerklichen Details, die auch nach mehr als einem Jahrhundert ihren Platz behalten haben.