Mehrfamilienhaus verkaufen in Frankfurt in 2026
Der vollständige Ratgeber für Eigentümer
Wer ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt verkaufen möchte, steht vor einer der komplexesten Immobilientransaktionen überhaupt. Der Markt ist anspruchsvoll, die Käufer sind professionell und die steuerlichen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung. Gleichzeitig bietet Frankfurt am Main als einer der bedeutendsten Investitionsstandorte Deutschlands außerordentlich gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verkauf — vorausgesetzt, Sie gehen strategisch vor und lassen sich von einem erfahrenen Spezialisten begleiten.
Warum Frankfurt ein starker Markt für den Verkauf von Mehrfamilienhäusern ist
Frankfurt am Main ist und bleibt einer der robustesten Immobilienmärkte Deutschlands. Die Kombination aus internationalem Finanzplatz, wachsender Bevölkerung, anhaltend hoher Mietnachfrage und einem strukturell begrenzten Wohnungsangebot schafft die Rahmenbedingungen, die Investoren aus dem In- und Ausland gleichermaßen anziehen. Mehrfamilienhäuser in Frankfurt — ob als klassisches Zinshaus, Wohn- und Geschäftshaus oder voll vermietetes Renditeobjekt — gelten unter professionellen Kapitalanlegern als sichere und wertstabile Anlageform.
Laut dem Gutachterausschuss für Immobilienwerte Frankfurt wurden allein im Jahr 2025 rund 418 Mehrfamilienhäuser in Frankfurt veräußert — ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (397 Transaktionen). Der Markt zeigt damit trotz des schwierigen Zinsumfelds der vorangegangenen Jahre wieder deutliche Zeichen der Erholung. Experten gehen für 2026 von stabilen bis leicht steigenden Preisen aus, gestützt durch die erwarteten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und eine anhaltend starke Fundamentalnachfrage nach Wohnraum.
Der Frankfurter Investorenmarkt: Wer kauft Mehrfamilienhäuser?
Der Käuferkreis für Mehrfamilienhäuser in Frankfurt setzt sich aus sehr unterschiedlichen Profilen zusammen. Auf der einen Seite stehen private Investoren — oft vermögende Einzelpersonen oder Familien, die Kapital renditestark anlegen wollen. Auf der anderen Seite agieren institutionelle Erwerber: Wohnungsunternehmen, Family Offices, Immobilienfonds und Versorgungswerke, die gezielt nach Bestandsobjekten in bevorzugten Lagen suchen. Hinzu kommen zunehmend internationale Käufer, insbesondere aus dem europäischen Ausland und Asien, die Frankfurt als soliden, euro-denominierten Sachwertmarkt schätzen.
Diese Diversität der Käufergruppen ist für Verkäufer ein erheblicher Vorteil: Ein gut positioniertes Mehrfamilienhaus in Frankfurt trifft auf eine breite Nachfragerbasis — und damit auf kompetitive Gebotssituationen, die den Verkaufspreis optimieren. Die Voraussetzung dafür ist jedoch eine professionelle Vermarktungsstrategie, die auf den jeweiligen Käufertyp zugeschnitten ist.
Wertermittlung: Was ist Ihr Mehrfamilienhaus in Frankfurt wert?
Die realistische Wertermittlung ist die wichtigste Grundlage eines jeden erfolgreichen Verkaufs. Im Unterschied zu selbstgenutzten Wohnimmobilien, bei denen das Vergleichswert- oder Sachwertverfahren dominiert, wird der Wert eines vermieteten Mehrfamilienhauses fast ausnahmslos über das Ertragswertverfahren bestimmt — ein nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV 2021) normiertes Verfahren. Professionelle Käufer denken in Renditekennzahlen — und Sie als Verkäufer sollten diese Sprache beherrschen oder jemanden beauftragen, der es tut.
Das Ertragswertverfahren: Rendite als Preisdeterminante
Beim Ertragswertverfahren steht nicht die Substanz des Gebäudes im Vordergrund, sondern die nachhaltig erzielbare Rendite. Vereinfacht gesagt ergibt sich der Ertragswert aus dem Reinertrag (Jahresnettokaltmiete abzüglich nicht umlagefähiger Bewirtschaftungskosten) multipliziert mit einem lageabhängigen Vervielfältiger — dem sogenannten Kaufpreisfaktor oder Mietpreismultiplikator.
In Frankfurt am Main liegen die marktüblichen Kaufpreisfaktoren je nach Lage und Objektqualität in der Regel zwischen dem 20- und dem 28-Fachen der Jahresnettokaltmiete — in Toplagen wie Westend oder Sachsenhausen-Nord können die Faktoren für qualitativ hochwertige Objekte auch darüber hinausgehen. Ein Beispiel zur Orientierung: Ein voll vermietetes Mehrfamilienhaus mit einer Jahresnettokaltmiete von 80.000 Euro erzielt bei einem Faktor von 22 einen Verkehrswert von rund 1,76 Millionen Euro — bei Faktor 26 bereits rund 2,08 Millionen Euro. Die Differenz allein durch die Lagebewertung kann damit erheblich sein.
Wertbeeinflussende Faktoren jenseits der Miete
Neben der Höhe der Mieteinnahmen beeinflussen zahlreiche weitere Faktoren den erzielbaren Verkaufspreis maßgeblich. Professionelle Käufer prüfen diese Aspekte im Rahmen ihrer Due Diligence sehr sorgfältig — und beziehen Risiken unmittelbar in ihre Preisgebote ein.
Miethöhe und Mietpotenzial: Liegt die aktuelle Nettokaltmiete deutlich unter dem ortsüblichen Mietniveau, bepreist ein erfahrener Käufer das Objekt zunächst auf Basis der Ist-miete. Das Mietpotenzial — also das Delta zwischen Ist- und Marktmiete — fließt jedoch positiv in die Bewertung ein, da es Wertsteigerungspotenzial signalisiert. In Frankfurt lagen die Angebotsmieten für hochwertige Lagen zuletzt regelmäßig bei 17 bis 25 Euro je Quadratmeter und Monat.
Leerstand und Mieterstruktur: Vollvermietete Objekte erzielen ceteris paribus höhere Preise als solche mit Leerstand. Gleichzeitig birgt Leerstand für manche Käufer Chancen — etwa zur Neuvermietung auf Marktniveau oder zur Aufteilung in Eigentumswohnungen. Die Bonität der Mieter, die Restlaufzeit der Mietverträge und das Verhältnis zu den Bewohnern sind ebenfalls relevante Preisfaktoren.
Baujahr, Zustand und Energieklasse: Der energetische Zustand einer Immobilie ist spätestens seit der Verschärfung der EU-Gebäuderichtlinie zu einem zentralen Bewertungsfaktor geworden. Objekte mit schlechter Energieklasse (F, G, H) werden von institutionellen Käufern mit Abschlägen versehen — und verkaufen sich entsprechend schwerer oder nur zu günstigeren Konditionen. Ein Energieausweis ist beim Verkauf gesetzlich vorgeschrieben.
Teilungspotenzial: Mehrfamilienhäuser, die sich technisch und rechtlich in einzelne Eigentumswohnungen aufteilen lassen, genießen unter Käufern eine besondere Nachfrage. Der Einzelverkauf der Wohnungen über eine sogenannte Aufteilungsstrategie kann in attraktiven Frankfurter Lagen erheblich höhere Gesamterlöse erzielen als der Blockverkauf — erfordert jedoch eine notarielle Teilungserklärung sowie genaue Kenntnis des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG).
Steuern beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses in Frankfurt
Die steuerlichen Aspekte des Mehrfamilienhaus-Verkaufs sind komplex und sollten bereits in einem frühen Stadium in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. In Einzelfällen kann eine falsche zeitliche Planung einen erheblichen Teil des Verkaufsgewinns kosten — oder im umgekehrten Fall die Steuerlast auf null reduzieren. Da wir keine Steuerberatung im rechtlichen Sinne erbringen, empfehlen wir stets die frühzeitige Einbindung eines auf Immobilientransaktionen spezialisierten Steuerberaters.
Die 10-Jahres-Spekulationsfrist: Steuerfreier Verkauf möglich
Befindet sich Ihr Mehrfamilienhaus im Privatvermögen, gelten die Regelungen des § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) zu privaten Veräußerungsgeschäften. Der entscheidende Grundsatz: Liegt zwischen dem notariellen Kaufdatum und dem notariellen Verkaufsdatum ein Zeitraum von mehr als zehn Jahren, ist der Veräußerungsgewinn vollständig steuerfrei — unabhängig von der Höhe des erzielten Gewinns.
Wird das Objekt innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist veräußert, ist der Gewinn aus dem Verkauf als Einkunft aus privaten Veräußerungsgeschäften voll einkommensteuerpflichtig. Die Besteuerung erfolgt dann nach dem individuellen Steuersatz des Verkäufers, der bei hohen Gewinnen und hohem Einkommen bis zu 45 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlag) betragen kann. Bei einem Veräußerungsgewinn von 500.000 Euro und einem persönlichen Spitzensteuersatz von 42 Prozent ergibt sich rechnerisch eine Steuerlast von rund 210.000 Euro — ein Betrag, der eine sorgfältige zeitliche Planung mehr als rechtfertigt.
Wichtig bei Erbschaft und Schenkung
Bei geerbten oder geschenkten Mehrfamilienhäusern gilt das Anschaffungsdatum des Erblassers bzw. Schenkers als maßgeblich für die Spekulationsfrist — nicht das Datum der Erbschaft oder Schenkung selbst. Hat Ihr Erblasser das Objekt bereits vor mehr als zehn Jahren erworben, können Sie es unmittelbar und steuerfrei veräußern. Dies ist ein häufig unterschätzter Vorteil für Erbengemeinschaften, die ein geerbtes Mehrfamilienhaus in Frankfurt auflösen möchten.
Die Drei-Objekte-Regel: Risiko des gewerblichen Immobilienhandels
Ein weiterer steuerlicher Aspekt, der beim Verkauf von Mehrfamilienhäusern beachtet werden muss, ist die sogenannte Drei-Objekte-Regel. Veräußern Sie innerhalb von fünf Jahren mehr als drei Immobilien, kann das Finanzamt die Verkäufe als gewerblichen Grundstückshandel qualifizieren. Die Folge wäre, dass nicht nur Einkommensteuer, sondern auch Gewerbesteuer auf die erzielten Gewinne anfiele — und die Zehnjahresfrist für steuerfreie Veräußerungen keine Anwendung mehr findet. Bei Mehrfamilienhäusern, die aus mehreren Einheiten bestehen, zählt unter Umständen jede Einheit separat. Die Beratung durch einen Steuerexperten ist in einem solchen Szenario unbedingt zu empfehlen.
Asset Deal vs. Share Deal: Strukturierungsoptionen bei größeren Objekten
Bei größeren Mehrfamilienhäusern oder Portfolios stellt sich häufig die Frage, ob der Verkauf als klassischer Grundstückskauf (Asset Deal) oder über den Verkauf von Gesellschaftsanteilen (Share Deal) strukturiert werden soll. Beim Share Deal erwirbt der Käufer nicht die Immobilie selbst, sondern Anteile an der Gesellschaft, der die Immobilie gehört — was unter bestimmten Voraussetzungen zur Vermeidung der Grunderwerbsteuer führen kann und für beide Parteien steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Die rechtlichen und steuerlichen Anforderungen an einen Share Deal sind jedoch erheblich, und die entsprechenden Gesetzesänderungen der vergangenen Jahre haben den Spielraum eingeschränkt. Marc Härter Immobilien begleitet Sie hier bei der Abwägung und der Einbindung der richtigen Experten.
Unterlagen und Vorbereitung: Checkliste für den Verkauf
Ein vollständiger und gut aufbereiteter Unterlagenordner ist beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses nicht nur eine Frage der Professionalität — er ist ein direkter Verhandlungsvorteil. Professionelle Käufer und institutionelle Investoren prüfen Objekte im Rahmen einer strukturierten Due Diligence. Fehlende oder unvollständige Unterlagen verlangsamen den Prozess, wecken Misstrauen und können dazu führen, dass Käufer Preisabschläge fordern oder vom Kauf Abstand nehmen.
Folgende Unterlagen sollten zum Zeitpunkt der Vermarktung vollständig vorliegen:
- Aktueller Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate)
- Flurkarte und Lageplan des Grundstücks
- Aktuelle Mietverträge aller Einheiten inkl. Nachträge und Anlagen
- Aktuelle Mieterliste mit Nettokaltmiete, Nebenkosten und Mietbeginn
- Betriebskostenabrechnung der letzten zwei Jahre
- Energieausweis (Pflicht, ohne ist ein Bußgeld möglich)
- Grundrisse aller Einheiten und Gemeinschaftsflächen
- Baubeschreibung und Bauakte (soweit vorhanden)
- Nachweise über durchgeführte Sanierungen und Modernisierungen
- Hauswirtschaftliche Unterlagen: Hausmeistervertrag, Wartungsverträge, Versicherungspolicen
- Letzte Grundsteuerbescheide
- Auszug aus dem Baulastenverzeichnis
- Ggf. bestehende Dienstbarkeiten, Wohn- oder Nießbrauchrechte im Grundbuch
Marc Härter Immobilien unterstützt Sie bei der vollständigen Zusammenstellung und Aufbereitung dieser Unterlagen — einschließlich der Beschaffung von Dokumenten aus dem Stadtarchiv, dem Grundbuchamt oder dem Vermessungsamt Frankfurt. Eine professionelle Aufbereitung des Datenraums signalisiert Käufern Verlässlichkeit und beschleunigt den gesamten Verkaufsprozess erheblich.
Vermarktungsstrategie: Öffentlich oder diskret?
Beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses in Frankfurt stellt sich früh eine strategische Grundsatzfrage: Soll das Objekt über öffentliche Immobilienportale breit vermarktet werden — oder ist eine diskrete, gezielte Käuferansprache über etablierte Netzwerke die bessere Option?
Öffentliche Vermarktung: Reichweite und Transparenz
Die öffentliche Insertion auf Immobilienportalen wie ImmoScout24, Immowelt oder Immonet erzeugt eine breite Sichtbarkeit und spricht sowohl private Investoren als auch kleinere institutionelle Erwerber an. Sie ist dann sinnvoll, wenn das Objekt über klare Verkaufsargumente verfügt, gut präsentierbar ist und ein wettbewerbsfähiges Preisniveau angestrebt wird, das sich durch eine größere Interessentenbasis bestätigen lässt. Ein professionelles Exposé mit hochwertiger Objektfotografie, aussagekräftiger Renditeberechnung und vollständigem Unterlagenset ist dabei unabdingbar.
Off-Market-Verkauf: Diskret, schnell und wertmaximierend
Ein erheblicher Anteil der Mehrfamilienhaus-Transaktionen in Frankfurt wird off market abgewickelt — also ohne jedes öffentliche Inserat. Eigentümer, die Diskretion schätzen, Preisverhandlungen im öffentlichen Raum vermeiden wollen oder schlicht keine Besichtigungstouristen durch bewohnte Gebäude führen möchten, wählen diesen Weg häufig bewusst. Off-Market-Verkäufe ermöglichen außerdem eine gezieltere Käuferansprache: Statt viele unqualifizierte Interessenten zu filtern, spricht man direkt mit vorqualifizierten Erwerber an, die das Objekt ernsthaft kaufen wollen und über das notwendige Kapital verfügen.
Ihr Mehrfamilienhaus diskret und wertmaximierend verkaufen
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Der Verkaufsprozess Schritt für Schritt
Der strukturierte Ablauf eines Mehrfamilienhaus-Verkaufs unterscheidet sich von einem privaten Wohnimmobilienkauf erheblich. Die nachfolgende Übersicht gibt Ihnen einen realistischen Eindruck der wesentlichen Phasen.
Phase 1: Vorbereitung und Wertermittlung
Die Vorbereitung beginnt mit der professionellen Wertermittlung auf Basis des Ertragswertverfahrens. Parallel dazu erfolgt die Zusammenstellung aller relevanten Unterlagen, die Analyse des steuerlichen Zeitpunkts sowie eine Einschätzung, welche Vermarktungsstrategie — öffentlich oder off market — für das spezifische Objekt die größten Erfolgsaussichten bietet. Diese Phase dauert je nach Vollständigkeit der vorliegenden Dokumente typischerweise zwei bis vier Wochen.
Phase 2: Exposé, Datenraum und Käuferansprache
Auf Basis der Wertermittlung und der Unterlagen erstellen wir ein professionelles Investoren-Exposé mit vollständiger Renditedarstellung, Lageanalyse und Objektbeschreibung. Der Datenraum — ein strukturierter, digitaler Ordner mit allen relevanten Dokumenten — wird für qualifizierte Interessenten bereitgestellt, die eine entsprechende Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) unterzeichnet haben. Anschließend erfolgt die gezielte Käuferansprache über unser Netzwerk und/oder eine öffentliche Insertion.
Phase 3: Besichtigungen, Gebote und Verhandlung
Besichtigungen von Anlageimmobilien finden in der Regel mit vorqualifizierten Interessenten statt — und in bewohnten Gebäuden stets mit Rücksicht auf die Mieter. Zugang zu den Wohnungen ist gesetzlich nur mit entsprechender Ankündigung (mindestens 24 Stunden) und in einem zumutbaren Umfang möglich. Institutionelle Käufer wünschen häufig eine begleitete Außenbegehung sowie die Einsicht in Gemeinschaftsflächen; eine vollständige interne Besichtigung aller Einheiten ist bei Kaufpreisen über 1 Million Euro üblich, erfordert aber die Mitwirkungsbereitschaft der Mieter.
Auf Basis der Besichtigung und des Datenraums unterbreiten qualifizierte Käufer ein schriftliches Kaufangebot (Letter of Intent). Marc Härter Immobilien begleitet Sie bei der Bewertung der Angebote und der Verhandlung der finalen Kaufpreisbedingungen — einschließlich Zahlungsmodalitäten, Übergabetermin und etwaiger Gewährleistungsausschlüsse.
Phase 4: Due Diligence, Notartermin und Übergabe
Professionelle Käufer führen nach Einigung über den Kaufpreis regelmäßig eine technische und rechtliche Due Diligence durch. Diese Prüfungsphase dauert bei Mehrfamilienhäusern üblicherweise zwei bis vier Wochen. Anschließend erfolgt die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags durch einen in Frankfurt zugelassenen Notar. Mit der Kaufpreiszahlung und der Eintragung im Grundbuch geht der Besitz auf den Erwerber über — und Sie haben Ihr Mehrfamilienhaus erfolgreich verkauft.
Blockverkauf vs. Einzelverkauf: Was bringt mehr Erlös?
Eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen beim Verkauf eines Mehrfamilienhauses in Frankfurt ist die Frage: Verkaufen Sie das Objekt en bloc an einen einzigen Käufer — oder teilen Sie es in Eigentumswohnungen auf und veräußern die einzelnen Einheiten sukzessive? Beide Wege haben spezifische Vor- und Nachteile.
Der Blockverkauf ist der klassische, einfachere Weg. Er erfordert nur eine Transaktion, einen Notar und einen Käufer. Er eignet sich insbesondere dann, wenn Schnelligkeit wichtig ist, das Objekt vermietet ist und eine Eigenbedarfskündigung keine Option darstellt oder wenn Sie den Aufwand einer mehrstufigen Aufteilung vermeiden möchten. Der Kaufpreis entspricht beim Blockverkauf in der Regel dem Ertragswert multipliziert mit dem marktüblichen Faktor.
Der Einzelverkauf nach Aufteilung (Condominium-Strategie) hingegen kann in bevorzugten Frankfurter Lagen erheblich höhere Gesamterlöse erzielen, da Eigentumswohnungen von einem breiteren Käuferkreis erworben werden und häufig höhere Quadratmeterpreise erzielen als ein block verkauftes Renditeobjekt. Er ist jedoch zeitintensiver, erfordert eine notarielle Teilungserklärung gemäß § 8 WEG, bringt laufende Verwaltungsaufgaben für die WEG-Gemeinschaft mit sich und kann durch Vorkaufsrechte der Mieter (§ 577 BGB) bei erstmaliger Aufteilung und Verkauf an Dritte kompliziert werden.
Marc Härter Immobilien analysiert beide Szenarien kalkulatorisch und hilft Ihnen, auf Basis Ihrer persönlichen Situation, des Objektzustands und des aktuellen Marktumfelds die wirtschaftlich optimale Entscheidung zu treffen.
Mieterrechte beim Verkauf: Was Eigentümer wissen müssen
Der Verkauf eines Mehrfamilienhauses berührt unmittelbar die Interessen der darin wohnenden Mieter. Das deutsche Mietrecht gewährt Mietern dabei einen weitgehenden Schutz — ein Umstand, der bei der Planung des Verkaufs berücksichtigt werden muss.
Grundsatz: Kauf bricht nicht Miete. Der neue Eigentümer tritt nach § 566 BGB in alle bestehenden Mietverhältnisse ein. Mietverträge gelten nahtlos weiter; eine Kündigung allein aufgrund des Eigentümerwechsels ist nicht möglich. Beabsichtigt ein Käufer eine Eigenbedarfskündigung, so gelten die gesetzlichen Fristen und Begründungsanforderungen des § 573 BGB — in Frankfurt sind zudem städtische Erhaltungssatzungsgebiete (Milieuschutz) zu beachten, die eine Umwandlung und anschließende Eigenbedarfskündigung erheblich erschweren können.
Bei erstmaliger Aufteilung eines vermieteten Mehrfamilienhauses in Eigentumswohnungen nach § 8 WEG und anschließendem Verkauf der Einzelwohnungen haben die Mieter gemäß § 577 BGB ein gesetzliches Vorkaufsrecht. Das bedeutet: Stimmt der Mieter zu, kann er die Wohnung zu denselben Konditionen erwerben, die mit einem Dritten vereinbart wurden. Dieses Recht ist formgerecht und fristgerecht zu beachten — andernfalls drohen erhebliche rechtliche Folgen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist mein Mehrfamilienhaus in Frankfurt aktuell wert?
Der Wert eines Mehrfamilienhauses in Frankfurt hängt primär von der Jahresnettokaltmiete, dem lageabhängigen Kaufpreisfaktor sowie dem Zustand, der Energieklasse und dem Mietpotenzial des Objekts ab. In bevorzugten Frankfurter Lagen bewegen sich die Kaufpreisfaktoren für Mehrfamilienhäuser aktuell zwischen dem 20- und 28-Fachen der Jahresnettokaltmiete — bei Spitzenobjekten auch darüber. Der durchschnittliche Transaktionspreis für ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt lag laut Gutachterausschuss im Jahr 2025 bei rund 1,96 Millionen Euro. Eine kostenfreie und individuelle Wertermittlung für Ihr Objekt führt Marc Härter Immobilien gerne für Sie durch.
Muss ich beim Verkauf meines Mehrfamilienhauses Steuern zahlen?
Das hängt entscheidend davon ab, wie lange das Objekt in Ihrem Eigentum war. Liegt der Ersterwerb mehr als zehn Jahre zurück, ist der Verkaufsgewinn für Privatpersonen in der Regel vollständig steuerfrei. Innerhalb der Zehnjahresfrist ist der Gewinn nach Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz zu versteuern. Zusätzlich sind die Drei-Objekte-Regel sowie etwaige Besonderheiten bei Gesellschaftskonstruktionen zu beachten. Wir empfehlen stets die Einbindung eines spezialisierten Steuerberaters vor dem Verkauf.
Wie lange dauert der Verkauf eines Mehrfamilienhauses in Frankfurt?
Von der ersten Marktansprache bis zur notariellen Beurkundung vergehen bei gut vorbereiteten Objekten in begehrten Frankfurter Lagen typischerweise drei bis fünf Monate. Maßgeblich beeinflusst wird die Dauer durch die Vollständigkeit der Unterlagen, die Käufer-Due-Diligence sowie die Notarverfügbarkeit. Off-Market-Transaktionen mit vorqualifizierten Käufern können diesen Zeitraum mitunter erheblich verkürzen. Objekte mit Sanierungsstau oder komplexen Mietverhältnissen benötigen häufig länger.
Darf ich mein Mehrfamilienhaus verkaufen, obwohl es vermietet ist?
Ja, uneingeschränkt. Der Verkauf eines vermieteten Mehrfamilienhauses ist jederzeit rechtlich zulässig. Gemäß § 566 BGB gilt der Grundsatz „Kauf bricht nicht Miete“ — der neue Eigentümer übernimmt alle bestehenden Mietverhältnisse und tritt in sämtliche Rechte und Pflichten des Vermieters ein. Eine Kündigung der Mieter allein aufgrund des Eigentümerwechsels ist nicht möglich. Das voll vermietete Mehrfamilienhaus ist für Kapitalanleger sogar oft attraktiver als ein leeres Objekt, da die Mieteinnahmen ab dem ersten Tag gesichert sind.
Lohnt es sich, vor dem Verkauf zu sanieren?
Eine generelle Aussage lässt sich hier nicht treffen — es kommt auf den Umfang der Sanierung, die Kostenstruktur und das angestrebte Käuferprofil an. In der Praxis gilt: Kleinere Maßnahmen, die die Außendarstellung verbessern (Fassade, Hauseingang, Gemeinschaftsfluren), können den erzielbaren Preis überproportional steigern und die Vermarktungszeit verkürzen. Umfangreiche Sanierungen hingegen amortisieren sich beim Verkauf häufig nicht in vollem Umfang, da institutionelle Käufer die Kosten selbst berechnen und entsprechend einpreisen. Marc Härter Immobilien berät Sie auf Basis einer konkreten Rentabilitätsrechnung, welche Maßnahmen vor dem Verkauf wirtschaftlich sinnvoll sind.
Was kostet mich der Verkauf als Eigentümer?
Als Verkäufer tragen Sie im Wesentlichen die Kosten für die Löschung bestehender Grundschulden aus dem Grundbuch sowie ggf. eine Vorfälligkeitsentschädigung für laufende Darlehen. Die Notarkosten für die Beurkundung des Kaufvertrags trägt in der Regel der Käufer. Die Maklerprovision wird bei Mehrfamilienhäusern und Anlageimmobilien abweichend von der Regelung für Wohnimmobilien häufig allein vom Käufer getragen oder individuell zwischen Verkäufer und Käufer aufgeteilt — je nach Verhandlungsposition und Marktusance. Sprechen Sie uns gerne auf die für Ihr konkretes Objekt geltenden Provisionsmodalitäten an.
aben Mieter ein Vorkaufsrecht, wenn ich das Mehrfamilienhaus verkaufe?
Ein gesetzliches Vorkaufsrecht für Mieter besteht nicht beim regulären Blockverkauf des Mehrfamilienhauses. Es entsteht jedoch, wenn das Mehrfamilienhaus erstmalig nach § 8 WEG in Eigentumswohnungen aufgeteilt wird und anschließend die einzelnen Wohnungen an Dritte veräußert werden (§ 577 BGB). In diesem Fall muss jedem Mieter sein Vorkaufsrecht schriftlich mitgeteilt werden. Wird die betreffende Wohnung an einen Dritten verkauft, ohne das Vorkaufsrecht des Mieters ordnungsgemäß zu beachten, kann dies zur Unwirksamkeit des Kaufvertrags führen. Wir begleiten Sie bei jedem Aufteilungs- und Einzelverkaufsszenario rechtssicher durch diesen Prozess.
In welchen Frankfurter Stadtteilen erzielen Mehrfamilienhäuser die höchsten Verkaufspreise?
Die höchsten Kaufpreisfaktoren und damit absoluten Verkaufspreise erzielen Mehrfamilienhäuser in Frankfurt traditionell in den Stadtteilen Westend (Nord und Süd), Sachsenhausen-Nord, Nordend, Holzhausenviertel und Bornheim. Diese Lagen verbinden hohe Mietpreise mit niedrigem Leerstandsrisiko und einer starken, international geprägten Käufernachfrage. In Randlagen wie Höchst, Fechenheim oder Schwanheim liegen die Faktoren deutlich niedriger, was dort zwar geringere absolute Verkaufspreise, aber häufig höhere Nettomietrenditen bedeutet — ein Aspekt, der für renditeorientierte Käufer durchaus attraktiv sein kann.
Wie finde ich den richtigen Makler für den Verkauf meines Mehrfamilienhauses in Frankfurt?
Der Verkauf eines Mehrfamilienhauses ist kein Standardprozess — er erfordert spezifische Kenntnis im Anlageimmobilienbereich, Erfahrung mit institutionellen Käufern, tiefes lokales Marktwissen und ein aktives Investorennetzwerk. Achten Sie bei der Maklerauswahl auf nachweisbare Referenztransaktionen im Anlageimmobiliensegment, Transparenz zur Vermarktungsstrategie und klare Kommunikation über Kosten und Erwartungen. Marc Härter Immobilien ist auf den Frankfurter Markt spezialisiert, verfügt über ein gewachsenes Netzwerk aus Investoren und Kapitalanlegern und begleitet den gesamten Verkaufsprozess — von der ersten Wertermittlung bis zur Schlüsselübergabe.
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