Unterlagen für den Immobilienverkauf Vollständige Checkliste für Haus, Wohnung und Grundstück
Für den Hausverkauf gehören Grundbuch, Bau- und Flächenunterlagen sowie ein erforderlicher Energieausweis in die Vorbereitung. Beim Wohnungsverkauf kommen die Unterlagen der Eigentümergemeinschaft hinzu. Hier finden Sie die Checklisten, Bezugsstellen und den nächsten Schritt, wenn etwas fehlt.

Inhaltsverzeichnis
- 01Checkliste: Welche Unterlagen brauchen Sie für Haus und Wohnung?
- 02Welche Unterlagen werden vor dem Notartermin gebraucht?
- 03Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?
- 04Warum vollständige Unterlagen über Erfolg oder Misserfolg entscheiden
- 05Unterlagen, die bei jedem Immobilienverkauf benötigt werden
- 06Unterlagen beim Hausverkauf: Checkliste für Eigentümer
- 07Unterlagen beim Wohnungsverkauf: Besonderheiten der WEG
- 08Unterlagen beim Grundstücksverkauf: Was Käufer wirklich brauchen
- 09Besondere Situationen: Erbfall, Denkmalschutz und Erbbaurecht
- 10Wo bekomme ich die Unterlagen? Zuständige Stellen im Überblick
- 11Was kostet die Unterlagenbeschaffung insgesamt?
- 12Wie Marc Härter Immobilien Sie bei den Unterlagen unterstützt
- 13Fazit: Frühzeitig planen, sicher verkaufen
- 14Was tun, wenn Grundrisse oder andere Verkaufsunterlagen fehlen?
- 15Rechtsquellen für die Unterlageneinordnung
- 16Primärquellen zur Aktualisierung
Verkaufsunterlagen auf einen Blick
- Schwerpunkt: Warum vollständige Unterlagen über Erfolg oder Misserfolg entscheiden
- Vollständige Verkaufsunterlagen erfüllen beim Immobilienverkauf drei unterschiedliche Funktionen gleichzeitig.
- Schwerpunkt: Unterlagen, die bei jedem Immobilienverkauf benötigt werden
- Unabhängig davon, ob Sie ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück verkaufen – bestimmte Dokumente werden in jedem Fall verlangt.
- Schwerpunkt: Unterlagen beim Hausverkauf: Checkliste für Eigentümer
- Beim Verkauf eines Einfamilienhauses, einer Doppelhaushälfte oder eines Reihenmittelhauses kommen zu den allgemeinen Basisunterlagen weitere immobilienspezifische Dokumente hinzu.
- Schwerpunkt: Unterlagen beim Wohnungsverkauf: Besonderheiten der WEG
- Der Verkauf einer Eigentumswohnung unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt vom Hausverkauf: Sie verkaufen nicht nur Ihre Wohnung, sondern auch einen Miteigentumsanteil am gesamten Gebäude und am Gemeinschaftseigentum.
Der Unterlagenbedarf hängt von Objektart, Nutzung und dem konkreten Verkauf ab. Unterscheiden Sie gesetzliche Vorlage- oder Übergabepflichten, Unterlagen für eine bestimmte Käuferfinanzierung und Nachweise, die den Zustand und die Rechte nachvollziehbar machen. Nicht jedes hilfreiche Dokument ist eine allgemeine gesetzliche Voraussetzung des Kaufvertrags.
Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme: Welche Unterlagen liegen vor, welche müssen beschafft werden und welche Angaben sind widersprüchlich? Grundrisse, Flächen und Genehmigungen sollten zusammenpassen. So können Kaufinteressenten, Bank und Notariat die Immobilie anhand derselben nachvollziehbaren Informationen prüfen.
Welche Immobilie möchten Sie verkaufen? Wählen Sie die bestehende Liste für Haus, Eigentumswohnung oder Grundstück.
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Checkliste: Welche Unterlagen brauchen Sie für Haus und Wohnung?
Die Übersicht nennt die typische Verkaufsvorbereitung. Sie ist kein für jeden Kaufvertrag gesetzlich vorgeschriebener Dokumentenkatalog. Die ausführlichen Listen und die PDF bleiben weiter unten erreichbar.
| Objektart | Zuerst zusammenstellen | Wofür? |
|---|---|---|
| Haus | Grundbuchauszug, Flurkarte, Baupläne und Genehmigungen, Flächenberechnung, erforderlicher Energieausweis, Modernisierungsnachweise | Eigentum, Grundstück, baulichen Bestand, Fläche und energetischen Zustand nachvollziehbar prüfen. |
| Eigentumswohnung | Grundbuch und Wohnungspläne; zusätzlich Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung, Aufteilungsplan, Wirtschaftsplan, Abrechnungen, Vermögensbericht und relevante Beschlüsse | Die Einheit richtig zuordnen und laufende Kosten, Rücklage sowie geplante Maßnahmen der Gemeinschaft einordnen. |
| Vermietete Immobilie | Zusätzlich Mietvertrag und Nachträge, Mietenaufstellung, Betriebskosten, Kautionsstand und offene Vereinbarungen | Bestehenden Ertrag und die rechtliche Ausgangslage für Käufer und Finanzierung belegen. |
| Geerbte Immobilie | Zusätzlich geeigneter Erbnachweis und gegebenenfalls Vollmachten | Verfügungsbefugnis und notwendigen Mitwirkungskreis mit dem Notariat klären. |
Welche Unterlagen werden vor dem Notartermin gebraucht?
Stimmen Sie den konkreten Bedarf früh mit dem Notariat ab. Regelmäßig relevant sind Personalien, Eigentums- und Grundbuchangaben, Kaufgegenstand und Kaufpreis, bestehende Rechte, Ablöseinformationen der Gläubiger sowie gegebenenfalls Vollmachten oder Erbnachweise. Bei Wohnungseigentum kommen insbesondere die genaue Einheit und eine eventuell erforderliche Veräußerungszustimmung hinzu.
Bankunterlagen, Vermarktungsunterlagen und Beurkundungsunterlagen sind unterschiedliche Arbeitslisten. Welche fehlende Angabe einen Termin tatsächlich verhindert, entscheidet sich am Einzelfall und den Prüfpflichten des Notariats.
Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?
Regelmäßig benötigt werden ein aktueller Grundbuchauszug, Flurkarte beziehungsweise Liegenschaftskarte, Baupläne und Genehmigungen, eine nachvollziehbare Wohn- und Nutzflächenberechnung, Energieausweis sowie Nachweise zu Modernisierungen, Belastungen und laufenden Kosten. Der genaue Umfang hängt vom Objekt, der finanzierenden Bank und dem Kaufvertrag ab. Deshalb sollten Unterlagen in drei Stufen geordnet werden: für die Vermarktung, für die Finanzierungsprüfung und für die notarielle Abwicklung.
Warum vollständige Unterlagen über Erfolg oder Misserfolg entscheiden
Vollständige Unterlagen machen die Immobilie prüfbar: Käufer können Zuschnitt, Rechte, Zustand und laufende Kosten besser einordnen. Widersprüche werden vor der Verhandlung sichtbar. Eine geordnete Verkaufsmappe ersetzt dabei weder die Offenlegung bekannter erheblicher Mängel noch die notwendige fachliche Prüfung.
Zweitens benötigen finanzierende Banken objektspezifische Unterlagen, deren Umfang je nach Kreditinstitut und Immobilie variiert. Fehlen wichtige Nachweise, können Kreditprüfung und Verkaufsablauf ins Stocken geraten. Drittens muss der Notar den Grundbuchstand und die für den Vertrag relevanten rechtlichen Angaben prüfen. Daraus folgt jedoch kein für jeden Verkauf identischer Dokumentenkatalog und keine allgemeine gesetzliche Vorlaufzeit. Beginnen Sie deshalb früh mit einer objektbezogenen Bestandsaufnahme.
Die häufigsten Fehler bei der Unterlagensammlung
Zu den häufigsten Fehlern zählen ein fehlender oder nicht rechtzeitig verwendeter Energieausweis, ein Grundbuchauszug, der den aktuellen Rechtsstand nicht mehr zuverlässig abbildet, sowie unvollständige WEG-Unterlagen beim Wohnungsverkauf. Banken können unterschiedlich aktuelle Nachweise verlangen; eine allgemeine gesetzliche Drei-Monats-Frist gibt es für den Grundbuchauszug nicht. Beim Grundstücksverkauf sind Bebauungsmöglichkeiten, Erschließung und mögliche Altlasten objektbezogen zu prüfen. Ein erfahrener Makler unterstützt Sie dabei, typische Fehler beim Immobilienverkauf frühzeitig zu vermeiden.
Unterlagen, die bei jedem Immobilienverkauf benötigt werden
Welche Dokumente benötigt werden, hängt von Objektart, Nutzung, Finanzierung und rechtlichen Besonderheiten ab. Einige Nachweise sind regelmäßig relevant, andere nur bei Häusern, Grundstücken, Eigentumswohnungen oder vermieteten Objekten. Im Folgenden beschreiben wir die wichtigsten Unterlagen und ihre typischen Bezugsstellen.
Grundbuchauszug – das wichtigste Dokument überhaupt
Der Grundbuchauszug ist das zentrale Dokument beim Immobilienverkauf. Er weist das Eigentum nach und gibt Auskunft über eingetragene Lasten und Beschränkungen – etwa Grundschulden, Wegerechte oder Nießbrauchrechte. Käufer und finanzierende Banken benötigen regelmäßig einen aktuellen Auszug; der Notar ruft den Grundbuchstand im Beurkundungsverfahren üblicherweise selbst ab. Wie aktuell ein vorab bereitgestellter Auszug sein muss, hängt vom Verwendungszweck ab.
Wo beantragen: Beim zuständigen Grundbuchamt des Amtsgerichts. Als Eigentümer können Sie den Antrag nach den dort angebotenen Wegen stellen; der Notar kann den Grundbuchstand im Beurkundungsverfahren ebenfalls abrufen. Mehr zu den Lasten und Beschränkungen im Grundbuch sowie zur Frage, wer das Grundbuch einsehen darf, finden Sie in unserem Grundbuch-Ratgeber. Kosten: Für einen einfachen Grundbuchausdruck fallen nach dem GNotKG regelmäßig 10 Euro, für einen amtlichen Ausdruck 20 Euro an; zusätzliche Versand- oder Portalkosten sind möglich.
Flurkarte und Energieausweis: Bedarf hängt vom Objekt ab
Die Flurkarte (auch Liegenschaftskarte oder Katasterkarte) zeigt Lage, Grenzen und umliegende Flurstücke. Sie ist vor allem bei Häusern und Grundstücken sowie für Finanzierungs- und Bewertungszwecke relevant; beim Verkauf einer Eigentumswohnung ist sie nicht in jedem Fall zwingend. Wo beantragen: Beim zuständigen Kataster- oder Vermessungsamt. In vielen Bundesländern kann die Karte auch über digitale Geoportale eingesehen werden. Kosten: Je nach Bundesland und Ausfertigungsform unterschiedlich.
Der Energieausweis ist beim Gebäudeverkauf nach § 80 Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) grundsätzlich erforderlich, sofern keine gesetzliche Ausnahme greift. Er ist spätestens bei der Besichtigung vorzulegen und nach dem Kauf zu übergeben. Liegt bei Veröffentlichung einer kommerziellen Anzeige bereits ein Ausweis vor, gehören die Angaben nach § 87 GModG in die Anzeige. Relevante Verstöße können mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Es gibt Verbrauchs- und Bedarfsausweise; welcher Typ zulässig ist, hängt vom Gebäude ab. Wo beantragen: Bei einer nach § 88 GModG ausstellungsberechtigten Person. Kosten: Sie richten sich nach Gebäude, Ausweistyp und Datengrundlage.
| Dokument | Wo beantragen | Bearbeitungszeit | Ca. Kosten |
|---|---|---|---|
| Grundbuchauszug (aktuell) | Grundbuchamt / Amtsgericht | Bearbeitungsweg und Grundbuchamt abhängig | Gebühr abhängig von Abruf und Ausfertigung |
| Flurkarte / Liegenschaftskarte | Katasteramt / Vermessungsamt | Katasterbehörde und Abrufweg abhängig | Nach geltendem Gebührenrecht |
| Energieausweis (Verbrauch) | Zertifizierter Energieberater / Online | Anbieter und Datengrundlage abhängig | Frei vereinbart |
| Energieausweis (Bedarf) | Energieberater / Architekt / Ingenieur | Objekt, Unterlagen und Anbieter abhängig | Frei vereinbart |
| Grundrisse | Eigene Bauunterlagen / Bauamt / Architekt | Aktenlage und Neuerstellungsbedarf abhängig | Behördengebühr beziehungsweise Angebot |
| Grundsteuerbescheid | Eigene Unterlagen / zuständige Gemeinde | Vorhanden | Vorhandene Unterlagen ohne Neubeschaffung |

Unterlagen beim Hausverkauf: Checkliste für Eigentümer
Beim Verkauf eines Einfamilienhauses, einer Doppelhaushälfte oder eines Reihenmittelhauses kommen zu den allgemeinen Basisunterlagen weitere immobilienspezifische Dokumente hinzu. Diese betreffen vor allem die bauliche Substanz, die Gebäudetechnik sowie etwaige Sanierungsmaßnahmen. Kaufinteressenten und ihre Banken möchten genau wissen, was sie erwerben – und das erfordert eine lückenlose Dokumentation des Gebäudes.
Bauunterlagen und behördliche Dokumente
Vorhandene Baugenehmigungen und genehmigte Pläne helfen, den tatsächlichen Bestand mit den behördlichen Unterlagen abzugleichen. Eine fehlende Kopie ist noch kein Beweis für einen ungenehmigten Bau. Fordern Sie zunächst vorhandene Akten an; bei Abweichungen oder ungeklärtem Ausbau ist eine bauordnungsrechtliche Prüfung nötig. Die Baubeschreibung ergänzt Angaben zu Bauweise, Materialien und Haustechnik.
Das Baulastenverzeichnis enthält öffentlich-rechtliche Verpflichtungen, die die Nutzung und Bebauung eines Grundstücks beeinflussen können. Zuständig ist die untere Bauaufsichtsbehörde. Für Frankfurt führt der unten verlinkte Online-Dienst der Bauaufsicht zur Auskunft; die dort genannte Gebühr beträgt 20 Euro je Flurstück, eine Negativauskunft ist kostenfrei.
Technische Nachweise und Versicherungsunterlagen
Wartungs- und Prüfunterlagen helfen, den Zustand der Haustechnik nachzuvollziehen. Dazu zählen vorhandene Heizungswartungen, Schornsteinfegerunterlagen und Prüfberichte etwa für Aufzüge. Eine Flächenberechnung muss ihre Methode und ihren Zweck nennen: Die Wohnflächenverordnung ermittelt Wohnfläche; DIN 277 unterscheidet dagegen Grundflächen wie Nutzungs- und Verkehrsflächen. Diese Zahlen sind nicht ohne Weiteres austauschbar. Die Käuferbank kann eigene Nachweise verlangen. Für Exposé und Vertrag ist deshalb die zutreffende Flächenangabe samt nachvollziehbarer Berechnung abzustimmen.
Die Wohngebäudeversicherungspolice sollte dem Käufer übergeben werden, da diese beim Eigentumsübergang in der Regel kraft Gesetzes auf ihn übergeht. Gleiches gilt für Nachweise über Handwerkerleistungen der letzten Jahre sowie ggf. vorhandene Garantieurkunden für Fenster, Heizungsanlage oder Dach. Bei vermieteten Häusern kommen zusätzlich aktuelle Mietverträge, Nebenkostenabrechnungen der letzten drei Jahre und ggf. Protokolle über Mieterhöhungen hinzu – dies ist besonders relevant für Kapitalanleger, die eine vollständige Ertragsübersicht benötigen.
| Dokument | Wo beantragen / Quelle | Ca. Kosten | Einordnung / Bedarf |
|---|---|---|---|
| Baugenehmigung(en) | Eigene Unterlagen / Bauamt | Gebühr oder Honorar vorab klären | Für Objekt- und Käuferprüfung regelmäßig relevant |
| Baubeschreibung | Eigene Unterlagen / Bauamt | Nach Gebührenordnung und Abrufumfang | Für Objekt- und Käuferprüfung regelmäßig relevant |
| Baulastenverzeichnis | Untere Bauaufsichtsbehörde | Frankfurt: 20 Euro je Flurstück; Negativauskunft kostenfrei | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Wohnflächenberechnung | Eigene Unterlagen / Architekt / Sachverst. | Gebühr oder Honorar vorab klären | Nach Anforderung der Käuferbank |
| Heizungswartungsprotokoll | Heizungsunternehmen / eigene Unterlagen | Vorhandene Kopie; zusätzliche Leistungen gegebenenfalls kostenpflichtig | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Wohngebäudeversicherung | Eigene Unterlagen / Versicherung | Vorhandene Kopie; zusätzliche Leistungen gegebenenfalls kostenpflichtig | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Altlastenauskunft (ggf.) | Bodenschutz-/Altlastenbehörde | Gebühr oder Honorar vorab klären | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Mietverträge (bei Vermietung) | Eigene Unterlagen | Vorhandene Kopie; zusätzliche Leistungen gegebenenfalls kostenpflichtig | Bei Vermietung |
Unterlagen beim Wohnungsverkauf: Besonderheiten der WEG
Der Verkauf einer Eigentumswohnung unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt vom Hausverkauf: Sie verkaufen nicht nur Ihre Wohnung, sondern auch einen Miteigentumsanteil am gesamten Gebäude und am Gemeinschaftseigentum. Das macht die Dokumentation deutlich umfangreicher. Kaufinteressenten möchten wissen, in welchem Zustand sich das Gebäude befindet, welche Sanierungen geplant sind, wie hoch die laufenden Kosten sind und wie die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) wirtschaftet. Für den Verkauf einer Wohnung in Frankfurt gilt dabei dasselbe wie bundesweit: Ohne die WEG-spezifischen Unterlagen lässt sich ein Kaufvertrag nicht seriös vorbereiten.
Teilungserklärung, Aufteilungsplan und Abgeschlossenheitsbescheinigung
Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung legen die rechtliche Struktur der Eigentümergemeinschaft fest. Der Aufteilungsplan zeigt die nummerierten Einheiten; die Abgeschlossenheitsbescheinigung betrifft die Voraussetzungen zur Begründung von Wohnungseigentum. Für den Verkauf einer bestehenden Einheit sollten Käufer und Notariat die maßgeblichen Dokumente prüfen. Fehlt die eigene Kopie, folgt daraus nicht automatisch die Unwirksamkeit eines Kaufvertrags. Grundbuchamt, Grundakte und Verwaltung sind mögliche Bezugsstellen; Gebühren und Umfang richten sich nach dem konkreten Abruf.
WEG-Wirtschaftsunterlagen: Hausgeld, Rücklagen und Versammlungsprotokolle
Wirtschaftsplan, Jahresabrechnungen, Vermögensbericht und Beschlüsse helfen, Hausgeld, Rücklage und künftige Maßnahmen einzuordnen. Nach § 18 Abs. 4 WEG kann jeder Wohnungseigentümer Einsicht in die Verwaltungsunterlagen verlangen. Daraus folgt kein pauschaler Anspruch auf eine kostenlose Neu-Zusammenstellung sämtlicher Verkaufsunterlagen. Umfang, Abruf und mögliche Kosten sollten mit der Verwaltung geklärt werden.
Die Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen zeigen, welche Beschlüsse gefasst wurden und ob größere Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen anstehen. Käufer treten beim Wohnungskauf in die Gemeinschaft ein und sind an alle gefassten Beschlüsse gebunden – auch wenn sie bei der Versammlung noch gar nicht anwesend waren. Ebenfalls bereitzustellen sind die aktuelle Hausordnung und der Verwaltervertrag. Bei einer vermieteten Wohnung kommen aktuelle Mietverträge und Nebenkostenabrechnungen der letzten drei Jahre hinzu.
| Dokument | Wo beantragen / Quelle | Ca. Kosten | Einordnung / Bedarf |
|---|---|---|---|
| Teilungserklärung inkl. Gemeinschaftsordnung | Grundbuchamt / Hausverwaltung | Gebühr oder Honorar vorab klären | Für Objekt- und Käuferprüfung regelmäßig relevant |
| Aufteilungsplan | Bauordnungsamt / Hausverwaltung | Gebühr oder Honorar vorab klären | Für Objekt- und Käuferprüfung regelmäßig relevant |
| Abgeschlossenheitsbescheinigung | Bauordnungsamt | Gebühr oder Honorar vorab klären | Für Objekt- und Käuferprüfung regelmäßig relevant |
| Wirtschaftsplan (aktuell) | Hausverwaltung | Vorhandene Kopie; zusätzliche Leistungen gegebenenfalls kostenpflichtig | Für Objekt- und Käuferprüfung regelmäßig relevant |
| Jahresabrechnungen (letzte 2–3 Jahre) | Hausverwaltung | Vorhandene Kopie; zusätzliche Leistungen gegebenenfalls kostenpflichtig | Für Objekt- und Käuferprüfung regelmäßig relevant |
| Instandhaltungsrücklage (aktueller Stand) | Hausverwaltung | Vorhandene Kopie; zusätzliche Leistungen gegebenenfalls kostenpflichtig | Nach Anforderung der Käuferbank |
| Eigentümerversammlungsprotokolle (letzte 3 Jahre) | Hausverwaltung | Vorhandene Kopie; zusätzliche Leistungen gegebenenfalls kostenpflichtig | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Hausordnung & Verwaltervertrag | Hausverwaltung | Vorhandene Kopie; zusätzliche Leistungen gegebenenfalls kostenpflichtig | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Mietvertrag & Nebenkostenabr. (bei Vermietung) | Eigene Unterlagen | Vorhandene Kopie; zusätzliche Leistungen gegebenenfalls kostenpflichtig | Bei Vermietung |
Unterlagen beim Grundstücksverkauf: Was Käufer wirklich brauchen
Beim Verkauf eines unbebauten Grundstücks denken viele Eigentümer, der Dokumentationsaufwand sei gering – schließlich gibt es kein Gebäude zu beschreiben. Doch gerade für Bauwillige sind die bebauungsrechtlichen Rahmenbedingungen das entscheidende Kaufkriterium. Wer auf einem Grundstück eine Immobilie errichten möchte, möchte zuverlässig wissen, ob dies tatsächlich möglich ist, in welchem Umfang, in welcher Höhe und mit welchen Auflagen. Außerdem spielen Altlasten und Erschließungsstatus eine zentrale Rolle.
Bebauungsplan und Erschließungsnachweis
Der Bebauungsplan (B-Plan) der Gemeinde regelt, was auf einem Grundstück gebaut werden darf. Er enthält Vorgaben zur Art der baulichen Nutzung (z. B. Wohngebiet, Mischgebiet), zur Geschossflächenzahl (GFZ), zur Grundflächenzahl (GRZ), zur maximalen Gebäudehöhe und zu Dachformen. Liegt noch kein B-Plan vor, richtet sich die Bebaubarkeit nach § 34 oder § 35 BauGB, was eine eigenständige Prüfung durch das Bauamt erfordert. Wo beantragen: Der geltende Bebauungsplan ist beim Stadtplanungsamt oder der Gemeindeverwaltung erhältlich, häufig auch kostenlos online einsehbar. Eine verbindliche Bauvoranfrage beim Bauamt gibt vor dem Verkauf zusätzliche Sicherheit.
Eine Erschließungsbeitragsauskunft betrifft insbesondere bereits abgerechnete oder noch mögliche kommunale Beiträge. Sie bestätigt nicht automatisch sämtliche Leitungsanschlüsse oder eine rechtlich gesicherte Zufahrt. Wasser, Abwasser, Strom, Wege- und Leitungsrechte sowie noch mögliche Kosten werden deshalb getrennt bei Gemeinde, Versorgern und anhand der Grundstücksunterlagen geprüft.
Altlastenauskunft und Bodenuntersuchung
Das Altlastenkataster verzeichnet Grundstücke, auf denen durch frühere Nutzungen (Gewerbe, Industrie, Tankstellen, Deponien) Bodenverunreinigungen entstanden sein könnten. Beim Grundstücksverkauf ist eine Auskunft aus dem Altlastenkataster besonders wichtig, da kontaminierte Flächen erhebliche Sanierungskosten nach sich ziehen und im Extremfall die Bebaubarkeit ausschließen. Wo beantragen: Beim Umweltamt, der Bodenschutz- oder Altlastenbehörde des Landkreises. Informationen aus dem Altlastenkataster können grundsätzlich von allen Personen beantragt werden, wobei die Einwilligung des Eigentümers den Prozess beschleunigt. Kosten: Die Gebühr richtet sich nach zuständiger Behörde und Bearbeitungsaufwand; ein bundesweiter Pauschalpreis besteht nicht.
Bei unklarer Nutzungshistorie oder konkreten Verdachtsmomenten kann eine fachkundige Bodenuntersuchung sinnvoll sein. Eine Registerauskunft allein schließt Bodenbelastungen nicht sicher aus. Umfang und Kosten werden objektbezogen geklärt; eine Untersuchung beseitigt Offenlegungspflichten oder Haftungsrisiken nicht automatisch. Die wirtschaftliche Einordnung unterstützt eine Immobilienbewertung in Frankfurt.
| Dokument | Wo beantragen / Quelle | Ca. Kosten | Einordnung / Bedarf |
|---|---|---|---|
| Bebauungsplan / Bauvoranfrage | Stadtplanungsamt / Bauamt | Gebühr oder Honorar vorab klären | Für Objekt- und Käuferprüfung regelmäßig relevant |
| Anliegerbescheinigung | Stadtverwaltung / Erschließungsträger | Gebühr oder Honorar vorab klären | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Altlastenauskunft | Umweltamt / Altlastenbehörde | Gebühr oder Honorar vorab klären | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Bodengutachten (bei Bedarf) | Öffentlich best. Sachverständiger | Gebühr oder Honorar vorab klären | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Baulastenverzeichnis | Untere Bauaufsichtsbehörde | Frankfurt: 20 Euro je Flurstück; Negativauskunft kostenfrei | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |
| Leitungsbestandsplan (Versorgungsleit.) | Versorgungsunternehmen / Gemeinde | Gebühr oder Honorar vorab klären | Objektbezogen prüfen; keine pauschale Kaufvertragsvoraussetzung |

Besondere Situationen: Erbfall, Denkmalschutz und Erbbaurecht
Bei einer geerbten Immobilie müssen Erbenstellung und Verfügungsberechtigung nachgewiesen werden. Nach § 35 GBO kommen insbesondere Erbschein, Europäisches Nachlasszeugnis oder eine öffentliche Verfügung von Todes wegen zusammen mit der Eröffnungsniederschrift in Betracht. Bei Zweifeln kann das Grundbuchamt weitere Nachweise verlangen. Eine Grundbuchberichtigung ist nicht in jedem Fall vor der Beurkundung eines Verkaufs erforderlich; das Notariat klärt den konkreten Vollzug. Einzelheiten erklärt der Ratgeber Immobilie geerbt: erste Schritte.
Denkmalschutznachweis und Erbbaurechtsvertrag
Steht ein Gebäude unter Denkmalschutz, ist der Nachweis der Denkmaleigenschaft für potenzielle Käufer essenziell. Denkmalschutz bedeutet einerseits Einschränkungen bei Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen, bietet andererseits steuerliche Vorteile durch erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten nach § 7i EStG. Der Nachweis ist formlos bei der zuständigen Denkmalbehörde zu beantragen und in der Regel kostenlos. Liegt für ein Grundstück ein Erbbaurechtsvertrag vor – d. h., der Boden gehört nicht dem Eigentümer des Gebäudes, sondern einem Dritten (häufig eine Kirche oder Gemeinde) – muss dieser Vertrag vollständig vorgelegt werden. Das Erbbaurecht ist im Grundbuch eingetragen und beeinflusst Kaufpreis und Finanzierbarkeit erheblich.
Auch bei eingetragenen Wohn- oder Nießbrauchrechten müssen diese Dokumente offengelegt werden, da sie die tatsächliche Nutzbarkeit der Immobilie für den Käufer direkt einschränken. Wir empfehlen in solchen Fällen eine frühzeitige Abstimmung mit dem Notar, um zu klären, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Löschung solcher Rechte vor oder mit dem Verkauf möglich ist. Lesen Sie dazu auch unsere Seite über das Grundbuch einfach erklärt.

Wo bekomme ich die Unterlagen? Zuständige Stellen im Überblick
Frankfurter Unterlagen direkt bei der zuständigen Stelle beschaffen
- Grundbuchauszug: Formulare des Amtsgerichts Frankfurt am Main; Berechtigung und benötigte Ausfertigung prüfen.
- Abgeschlossene Bauakten: Archiv der Bauaufsicht Frankfurt; vorhandene Genehmigungen und Pläne objektbezogen anfragen.
- Baulasten: Online-Baulastauskunft der Bauaufsicht Frankfurt. Laut Behörde kostet die Auskunft 20 Euro je Flurstück; eine Negativauskunft ist kostenfrei.
- Liegenschaftskarte: Ausgaben des hessischen Liegenschaftskatasters; Format und Gebühren nach Bedarf auswählen.
Amtliche Bezugsstellen und Baulastengebühr geprüft am 11. Oktober 2026. Für WEG-Unterlagen ist zusätzlich die Verwaltung die erste Anlaufstelle. Beauftragen Sie keine Neubeschaffung, bevor Sie vorhandene Unterlagen und den tatsächlichen Bedarf geprüft haben.
Die Beschaffung der Verkaufsunterlagen ist für viele Eigentümer aufwändig, weil unterschiedliche Behörden und Stellen zuständig sind. Eine strukturierte Übersicht hilft dabei, den Überblick zu behalten und keine wichtigen Dokumente zu vergessen. Im Rhein-Main-Gebiet und in Frankfurt sind folgende Anlaufstellen in der Regel zuständig:
| Behörde / Institution | Ausgestellte Dokumente |
|---|---|
| Grundbuchamt (Amtsgericht) | Grundbuchauszug, Teilungserklärung (Abruf) |
| Kataster- / Vermessungsamt | Flurkarte / Liegenschaftskarte |
| Bauamt / Bauordnungsamt | Baugenehmigung, Baubeschreibung, Abgeschlossenheitsbescheinigung, Aufteilungsplan |
| Stadtplanungsamt | Bebauungsplan, Bauvoranfrage |
| Untere Bauaufsichtsbehörde (Landkreis) | Baulastenverzeichnis |
| Umweltamt / Altlastenbehörde | Altlastenkataster / Bodenauskunft |
| Stadtverwaltung | Anliegerbescheinigung, Grundsteuerbescheid |
| Hausverwaltung | WEG-Unterlagen (Wirtschaftsplan, Abrechnungen, Protokolle, Hausordnung) |
| Zertifizierter Energieberater / Architekt | Energieausweis, Wohnflächenberechnung |
| Denkmalbehörde | Denkmalschutznachweis |

Was kostet die Unterlagenbeschaffung insgesamt?
Die Gesamtkosten für die Beschaffung aller Verkaufsunterlagen variieren je nach Objekttyp, Bundesland und Zustand der vorhandenen Dokumentation. Als grobe Orientierung lassen sich folgende Größenordnungen nennen: Beim Hausverkauf sollten Sie insgesamt mit Kosten zwischen 200 und 700 Euro rechnen, wenn Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis und ggf. einzelne Bauamtsabrechnungen neu beantragt werden müssen. Sind noch keine Grundrisse vorhanden, können die Kosten durch eine Neuvermessung durch einen Architekten auf bis zu 1.000 Euro und mehr steigen.
Beim Wohnungsverkauf sind die reinen Dokumentenkosten häufig geringer, da viele WEG-Unterlagen von der Hausverwaltung kostenlos bereitgestellt werden. Rechnen Sie dennoch mit ca. 150 bis 400 Euro für Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis und eventuelle Behördengebühren. Beim Grundstücksverkauf können insbesondere ein Bodengutachten (ca. 800 bis 2.500 Euro) und eine Bauvoranfrage die Kosten erhöhen, falls diese zur Absicherung des Kaufpreises eingeholt werden. Ohne Gutachten bewegen sich die Grundkosten im Bereich von 100 bis 300 Euro. Für eine professionelle Immobilienbewertung in Frankfurt stehen wir Ihnen unverbindlich zur Verfügung.
Wer trägt die Kosten – Verkäufer oder Makler?
Grundsätzlich trägt der Verkäufer die Kosten der Unterlagenbeschaffung, da diese zur Vorbereitung des Verkaufs gehören. Professionelle Makler unterstützen ihre Kunden dabei in unterschiedlichem Maße: Manche übernehmen die Beantragung auf Basis einer Vollmacht und rechnen die Gebühren weiter, andere legen die Kosten zunächst vor. Wir klären dies in unserer kostenlosen Erstberatung transparent und helfen Ihnen, den Beschaffungsprozess so effizient wie möglich zu gestalten – denn jede Woche, die beim Unterlagenmanagement verloren geht, verzögert den Verkaufsstart und damit den Erlös. Mehr dazu, ob Privatverkauf oder Makler die bessere Wahl ist, lesen Sie in unserem Vergleichsratgeber.
Wie Marc Härter Immobilien Sie bei den Unterlagen unterstützt
Bei Marc Härter Immobilien betreut Sie der Inhaber persönlich – von der ersten Einschätzung über die Vermarktung bis zur Schlüsselübergabe. Das bedeutet auch: Marc Härter, Diplom-Immobilienwirt (EIA) und Immobilienbewerter nach ImmoWertV, übernimmt in Abstimmung mit Ihnen die Koordination und ggf. die Beantragung sämtlicher notwendiger Unterlagen. Mit einer einfachen Vollmacht kümmern wir uns um alle nötigen Dokumente und beschaffen sie auf direktem Weg bei den zuständigen Behörden.
Wir informieren Sie regelmäßig und proaktiv mit strukturierten Vermarktungsreportings: Reichweite und Klickzahlen, Anzahl und Qualität der Kaufanfragen, Besichtigungsfeedback sowie unsere Einschätzung zur aktuellen Marktlage. So behalten Sie zu jedem Zeitpunkt die volle Kontrolle. Durch unsere bewusst begrenzte Auftragszahl ist sichergestellt, dass Ihr Objekt die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Unsere 178 Google-Bewertungen spiegeln diesen Anspruch wider. Als Immobilienmakler in Frankfurt mit Büro im OpernTurm im Frankfurter Westend sind wir mit den lokalen Behörden, Bearbeitungszeiten und Zuständigkeiten bestens vertraut.
Bereit für den Verkauf? Wir übernehmen die Unterlagen.
In unserem kostenlosen Erstgespräch analysieren wir, welche Dokumente für Ihr Objekt bereits vorliegen und welche noch beantragt werden müssen – damit Ihr Immobilienverkauf in Frankfurt ohne unnötige Verzögerungen startet.
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Fazit: Frühzeitig planen, sicher verkaufen
Die vollständige Zusammenstellung aller relevanten Unterlagen ist keine bürokratische Pflichtübung, sondern eine der wirksamsten Maßnahmen für einen reibungslosen und preissicheren Immobilienverkauf. Für ein Haus sind vor allem Baugenehmigung, Baubeschreibung, Baulastenverzeichnis und technische Nachweise entscheidend. Beim Wohnungsverkauf kommt die umfangreiche WEG-Dokumentation mit Teilungserklärung, Wirtschaftsplänen und Versammlungsprotokollen hinzu. Für ein Grundstück stehen die bebauungsrechtliche Situation, der Erschließungsstand und die Altlastenauskunft im Mittelpunkt.
Wer die Unterlagenbeschaffung frühzeitig angeht und den richtigen Zeitpunkt für den Immobilienverkauf nutzt, ist in einer deutlich stärkeren Verhandlungsposition. Ein vollständiges Dossier signalisiert Seriosität, beschleunigt die Bankfinanzierung des Käufers und verhindert böse Überraschungen kurz vor der Notarunterschrift. Auch nach der Beurkundung werden Unterlagen für Fälligkeit, Kaufpreiszahlung und Besitzübergang benötigt; den Ablauf erklärt unser Ratgeber zum Immobilienverkauf nach dem Notartermin. Wenn Sie Ihre Immobilie im Raum Frankfurt oder im Rhein-Main-Gebiet verkaufen möchten, steht Ihnen Marc Härter Immobilien unverbindlich und diskret zur Seite. Nutzen Sie auch unsere Immobilienbewertung in Frankfurt, um einen marktgerechten Verkaufspreis einzuordnen.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Ratgeber dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Angaben zu Gebühren und Bearbeitungszeiten sind Richtwerte und können je nach Bundesland, Landkreis und zuständiger Behörde abweichen. Bei konkreten Fragen zu rechtlichen oder behördlichen Anforderungen empfehlen wir die Hinzuziehung eines Notars, Rechtsanwalts oder eines erfahrenen Immobilienfachmanns.
Was tun, wenn Grundrisse oder andere Verkaufsunterlagen fehlen?
- Quelle prüfen: Eigene Unterlagen, frühere Kaufvertragsanlagen, Verwaltung und zuständige Behörde gezielt nach dem Dokument fragen.
- Bestand abgleichen: Ein alter Plan ersetzt keine Prüfung, ob Zuschnitt, Nutzung und Fläche heute noch stimmen. Bei Abweichungen erforderliche Fachleute hinzuziehen.
- Offene Punkte benennen: Fehlende Nachweise gegenüber Makler, Kaufinteressenten und Notariat transparent kennzeichnen. Unsichere Flächen oder Genehmigungen nicht als gesichert angeben.
- Beschaffung priorisieren: Mit Käuferbank und Notariat klären, welche Nachweise vor Finanzierung oder Beurkundung tatsächlich benötigt werden.
Zur Flächenfrage lesen Sie die Einordnung der Wohnflächenberechnung. Den zeitlichen Ablauf erläutert unsere Seite zum Immobilienverkauf in Frankfurt.
Rechtsquellen für die Unterlageneinordnung
- § 80 GModG und § 79 GModG: Energieausweis und Ausnahmen.
- § 18 Abs. 4 WEG: Einsicht in Verwaltungsunterlagen.
- § 35 GBO: Nachweis der Erbfolge.
Primärquellen zur Aktualisierung
Prüfstand: 21. Oktober 2026. Die rechtlichen Hinweise dienen der allgemeinen Orientierung; der konkrete Fall ist gesondert zu prüfen.
Häufige Fragen
Fragen zu den Unterlagen für den Immobilienverkauf
Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?
Regelmäßig benötigt werden ein aktueller Grundbuchauszug, Flurkarte oder Liegenschaftskarte, Baupläne und Genehmigungen, eine nachvollziehbare Wohn- und Nutzflächenberechnung, Energieausweis sowie Nachweise zu Modernisierungen, Belastungen und laufenden Kosten. Der konkrete Umfang hängt vom Objekt, der finanzierenden Bank und dem Kaufvertrag ab.
Welche Unterlagen sind beim Immobilienverkauf absolut Pflicht?
Der Unterlagenbedarf hängt vom Objekttyp und vom konkreten Vertrag ab. Regelmäßig relevant sind ein aktueller Grundbuchauszug und belastbare Objektunterlagen; beim Gebäudeverkauf ist grundsätzlich ein gültiger Energieausweis nach § 80 GModG erforderlich, sofern keine Ausnahme greift. Eine Flurkarte ist vor allem bei Häusern und Grundstücken wichtig, bei Eigentumswohnungen nicht in jedem Fall. Für Grundbuchauszüge gibt es keine allgemeine gesetzliche Drei-Monats-Frist. Relevante Energieausweis-Verstöße können mit bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
Wie lange dauert es, alle Unterlagen zu beschaffen?
Das hängt davon ab, was vorhanden ist, welche Stelle zuständig ist und ob Unterlagen neu erstellt werden müssen. Grundbuch- und Katasterauskünfte, Bauakten, WEG-Unterlagen und Energieausweis haben unterschiedliche Zugangs- und Bearbeitungswege. Eine feste allgemeine Tages- oder Wochenfrist lässt sich nicht zusagen. Deshalb sollte die Bestandsaufnahme vor Festlegung des Vermarktungsstarts beginnen.
Brauche ich beim Grundstücksverkauf einen Energieausweis?
Nein. Ein Energieausweis wird ausschließlich für Gebäude benötigt – also beim Verkauf von Häusern und Wohnungen. Für unbebaute Grundstücke ist kein Energieausweis erforderlich. Dafür sind beim Grundstücksverkauf andere Dokumente besonders wichtig, wie der Bebauungsplan, die Anliegerbescheinigung zum Erschließungsstand und ggf. eine Altlastenauskunft.
Was ist die Teilungserklärung und warum ist sie beim Wohnungsverkauf wichtig?
Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung beschreiben die rechtliche Struktur des Wohnungseigentums; der Aufteilungsplan ordnet die Einheiten zu. Käufer und Notariat sollten die maßgeblichen Dokumente prüfen. Eine fehlende eigene Kopie macht den Kaufvertrag nicht automatisch unwirksam. Grundbuchamt, Grundakte und Hausverwaltung sind mögliche Bezugsstellen.
Wie viel kostet ein Grundbuchauszug?
Nach dem Kostenverzeichnis zum GNotKG kostet ein Ausdruck oder eine unbeglaubigte Kopie aus dem Grundbuch 10 Euro, ein amtlicher Ausdruck oder eine beglaubigte Kopie 20 Euro. Eigentümer können den Auszug beim zuständigen Grundbuchamt beantragen; andere Antragsteller müssen ein berechtigtes Interesse darlegen. Eine allgemeine gesetzliche Drei-Monats-Frist gibt es nicht. Für den Verkauf sollte der Grundbuchstand zum Vorgang hinreichend aktuell sein; welche Form und Aktualität benötigt werden, klären Eigentümer am besten mit dem beurkundenden Notar.
Was passiert, wenn beim Notartermin Unterlagen fehlen?
Entscheidend ist, welche Information fehlt und ob das Notariat seine Prüf- und Belehrungspflichten erfüllen kann. Nicht jede fehlende Bank- oder Vermarktungsunterlage verhindert eine Beurkundung. Klären Sie den Bedarf vor der Terminvereinbarung und unterscheiden Sie Vertragsangaben, rechtliche Nachweise und Unterlagen für die Käuferfinanzierung.
Brauche ich beim Wohnungsverkauf die Protokolle aller Eigentümerversammlungen?
Für einen seriösen Verkauf empfehlen wir, die Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen vorzulegen. Sie geben Kaufinteressenten Auskunft darüber, welche Beschlüsse gefasst wurden und ob kostenpflichtige Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen anstehen. Da der Käufer mit dem Erwerb der Wohnung automatisch in die WEG eintritt, ist er an alle bestehenden Beschlüsse gebunden – die Protokolle sind also kaufentscheidende Informationen.
Ich habe keine Baugenehmigung mehr – was tun?
Wenn die Baugenehmigung nicht mehr in den eigenen Unterlagen vorhanden ist, kann sie beim zuständigen Bauamt oder Bauarchiv der Gemeinde angefordert werden. Die Bearbeitungszeit beträgt häufig mehrere Wochen; planen Sie dies frühzeitig ein. Bei sehr alten Gebäuden (Baujahr vor 1950) existiert teilweise keine Baugenehmigung mehr – in diesen Fällen kann ein entsprechender Negativbescheid des Bauamts ausgestellt werden, der dokumentiert, dass keine Unterlagen vorhanden sind. Wir unterstützen Sie bei der Klärung und dem Beschaffungsprozess.
Welche Unterlagen benötige ich beim Verkauf einer geerbten Immobilie zusätzlich?
Erbenstellung und Verfügungsberechtigung müssen nachgewiesen werden. Nach § 35 GBO können insbesondere Erbschein, Europäisches Nachlasszeugnis oder öffentliche Verfügung von Todes wegen mit Eröffnungsniederschrift in Betracht kommen. Die Grundbuchberichtigung muss nicht in jedem Fall vor Beurkundung erfolgen. Bei mehreren Erben sind Mitwirkung oder geeignete Vollmachten der erforderlichen Personen zu klären.
Wie unterstützt Marc Härter Immobilien bei der Unterlagenbeschaffung?
Als inhabergeführtes Maklerbüro im Frankfurter Westend übernehmen wir auf Wunsch mit einer einfachen Vollmacht die vollständige Koordination und Beschaffung aller notwendigen Verkaufsunterlagen. Marc Härter ist Diplom-Immobilienwirt und kennt die zuständigen Behörden, typischen Bearbeitungszeiten und Anforderungen im Rhein-Main-Gebiet aus langjähriger Praxis. So stellen wir sicher, dass Ihre Immobilie mit einem vollständigen Dossier vermarktet wird – transparent, diskret und ohne unnötige Verzögerungen. Nehmen Sie gerne über unser Kontaktformular Verbindung auf für ein unverbindliches Erstgespräch.
Welche Unterlagen brauche ich beim Verkauf einer Eigentumswohnung zusätzlich?
Zusätzlich zu Grundbuch, Plänen, Flächenunterlagen und erforderlichem Energieausweis sind Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung, Aufteilungsplan, Wirtschaftsplan, Jahresabrechnungen, Vermögensbericht sowie relevante Protokolle und Beschlüsse wichtig. Bei Vermietung kommen Mietunterlagen hinzu. Der konkrete Umfang hängt von Einheit, Käuferprüfung und Finanzierung ab.
Kann ich mein Haus verkaufen, wenn Bauunterlagen fehlen?
Eine fehlende Kopie verhindert nicht automatisch jeden Kaufvertrag. Sie kann aber die Prüfung des baulichen Bestands oder die Finanzierung erschweren. Suchen Sie zunächst in eigenen Unterlagen und bei der zuständigen Behörde. Ob Nachweise neu erstellt oder baurechtliche Fragen geklärt werden müssen, hängt vom konkreten Gebäude ab.
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Redaktionell sowie in einem gesonderten zweiten fachlichen Durchgang einschließlich rechtlicher Aussagen am 21. Oktober 2026 geprüft. Primärquellen und besondere Voraussetzungen stehen im Beitrag. Allgemeine Information, keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.Für die Bebilderung unserer Ratgeber nutzen wir KI-generierte Fotos und Grafiken. Diese sind im Beitrag entsprechend gekennzeichnet.Persönliche Beratung
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