Marc Härter Immobilien - Immobilienmakler in Frankfurt
Möchten Sie eine Premium-Immobilie in Frankfurt verkaufen?
Als Immobilienmakler in Frankfurt stehen wir Ihnen bei diesem wichtigen Schritt mit Engagement und Expertise zur Seite.
Die teuersten Viertel in Frankfurt sind Westend-Süd, Altstadt und Westend-Nord — mit Quadratmeterpreisen, die laut aktuellen Marktauswertungen von Marc Härter Immobilien bei Bestandswohnungen teils deutlich über 9.000 Euro liegen und in der absoluten Spitze 14.000 bis 15.000 Euro erreichen. Für Eigentümer, die in diesen Lagen verkaufen wollen, und für Kaufinteressierte, die sich orientieren möchten, stellt sich die zentrale Frage: Was treibt die Preise — und was unterscheidet diese Stadtteile so grundlegend von anderen Frankfurter Lagen? Als inhabergeführtes Maklerbüro im Frankfurter Westend, mit Diplom als Immobilienwirt (EIA) und IHK-Zertifizierung als Immobilienbewerter, begleiten wir Transaktionen in diesen Lagen täglich.
Dieser Ratgeber liefert eine stadtteilgenaue Analyse auf Basis eigener Marktauswertungen, Daten des Gutachterausschusses für Immobilienwerte Frankfurt am Main sowie Auswertungen der führenden Immobilienportale. Er erklärt, warum sich Westend-Süd und Westend-Nord preislich erheblich unterscheiden, was hinter dem auffälligen Preissprung in der Altstadt steckt — und welche Alternativen sich für Käufer bieten, die nicht die absoluten Spitzenpreise bezahlen wollen oder können.
Der Frankfurter Wohnungsmarkt hat die Korrekturphase der Jahre 2023 und 2024 überwunden und befindet sich erneut im Aufwärtstrend. Laut dem Gutachterausschuss für Immobilienwerte der Stadt Frankfurt stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2025 um durchschnittlich 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum — auf einen stadtweiten Durchschnittspreis von 5.680 Euro pro Quadratmeter. Neubaupreise legten sogar um sechs Prozent auf 7.710 Euro zu, während Bestandswohnungen differenzierter reagieren: Objekte bis einschließlich Baujahr 1991 verzeichneten noch einen leichten Anstieg von 1,6 Prozent, ältere Wohnungen hingegen gaben teils mehrere Prozent nach.
Die Vorsitzende des Gutachterausschusses Frankfurt, Christine Helbach, bestätigte laut Hessenschau (Januar 2026) die Einschätzung: Für 2026 sei mit stabilen bis leicht steigenden Preisen bei Wohnimmobilien zu rechnen. Der Gutachterausschuss spricht ausdrücklich von einem Aufwärtstrend, den steigende Transaktionszahlen und ein um 19 Prozent gewachsener Geldumsatz im ersten Halbjahr 2025 belegen. Für das Gesamtjahr 2025 legten die Preise für neue Eigentumswohnungen um sechs Prozent auf durchschnittlich 7.840 Euro pro Quadratmeter zu — eine Rückkehr auf das Niveau von 2023.
Für Eigentümer in den Toplagen der Stadt bedeutet das: Der Zeitpunkt für einen Verkauf ist günstig. Die Nachfrage zahlungskräftiger Käufer übersteigt das verfügbare Angebot deutlich — insbesondere in Westend, Nordend und Sachsenhausen, wo unsere Marktauswertungen zeigen, dass gut bewertete und präsentierte Objekte auch in einem selektiveren Marktumfeld in wenigen Wochen Abnehmer finden.
Was den Frankfurter Markt von anderen deutschen Großstädten unterscheidet, ist die außergewöhnliche Preisspanne innerhalb der Stadtgrenzen. Laut Immoscout24 (2026) liegt Westend-Süd mit einem Durchschnittspreis von rund 9.389 Euro pro Quadratmeter an der Spitze — während Bonames mit etwa 3.329 Euro das günstigste Segment markiert. Das bedeutet: Für den Preis einer 80-Quadratmeter-Wohnung im Westend-Süd könnte man in Bonames eine Einheit von rund 225 Quadratmetern erwerben. Der Gutachterausschuss hält fest: In der Innenstadt (inklusive Bockenheim) liegt der mittlere Preis für Altbauwohnungen mit rund 6.060 Euro pro Quadratmeter etwa 50 Prozent über dem Niveau im sonstigen Stadtgebiet mit 4.020 Euro.
Hinweis zur Datengrundlage
Die in diesem Artikel genannten Preise stammen aus eigenen Marktauswertungen von Marc Härter Immobilien (Stand Februar 2026), aus dem Halbjahresbericht 2025 des Gutachterausschusses für Immobilienwerte Frankfurt am Main sowie aus den Auswertungen der Portale Immoscout24 und Immowelt. Angebotspreise und beurkundete Kaufpreise können voneinander abweichen. Alle Angaben ohne Gewähr.
Westend-Süd ist und bleibt der teuerste Stadtteil Frankfurts für Eigentumswohnungen — unabhängig davon, welche Datenquelle man heranzieht. Laut eigenen Marktauswertungen (Stand Februar 2026) bewegen sich die Angebotspreise für Bestandswohnungen im Median bei rund 8.963 Euro pro Quadratmeter, der Zwei-Jahres-Durchschnitt liegt bei etwa 9.200 Euro. Immoscout24 weist aktuell einen Durchschnittswert von 9.389 Euro aus. Der Gutachterausschuss Frankfurt bestätigte im Halbjahresbericht 2025 für das Westend einen mittleren beurkundeten Kaufpreis von 7.640 Euro pro Quadratmeter für Altbauwohnungen — ein Wert, der tatsächliche Notarpreise abbildet und damit systembedingt unter Angebotspreisen liegt. Die Preisspitze liegt laut unserer Auswertung bei bis zu 14.914 Euro pro Quadratmeter.
Altbauten aus der Gründerzeit — also Gebäude, die zwischen 1870 und 1914 errichtet wurden — prägen das Straßenbild des Westend-Süd. Decken von 3,20 bis 4,00 Metern, Stuckfassaden, großzügige Grundrisse und oft noch originale Dielenböden sind Eigenschaften, die im Neubau schlicht nicht reproduziert werden können. In unserer täglichen Beratungspraxis zeigt sich: Gut erhaltene Gründerzeitwohnungen erzielen im Westend-Süd regelmäßig Aufschläge von 15 bis 25 Prozent gegenüber vergleichbaren Nachkriegsbauten im selben Viertel. Käufer aus dem Bank-, Rechts- und Beratungssektor — häufig auch internationale Fachkräfte aus dem Finanzumfeld — schätzen die kurzen Wege zu den Bürotürmen im Bankenviertel, zur Alten Oper und zur Goethestraße als Frankfurts renommiertester Einkaufsadresse.
Das Angebot im Westend-Süd besteht überwiegend aus Etagenwohnungen — rund 87 Prozent der ausgewerteten Objekte in unserer Marktanalyse. Der typische Kaufpreis liegt bei 839.500 Euro bei einer Fläche von rund 92 Quadratmetern. Maisonette-Wohnungen mit im Median 204 Quadratmetern werden zu Preisen um 1,985 Millionen Euro angeboten; Penthouses bei 153 Quadratmetern typischerweise um 1,275 Millionen Euro. Größere Objekte mit sechs bis acht Zimmern — also Vollgeschosswohnungen in repräsentativen Gründerzeitbauten — liegen bei rund 2,05 Millionen Euro. Diese Objektklasse spricht Käufer an, die in Frankfurt eine veritable Stadtvilla suchen: vierzig bis fünfzig Quadratmeter Wohnzimmer, Dienstbotenzimmer, Bibliothek, Stuckelemente. Solche Objekte kommen selten auf den Markt — und finden deshalb schnell Abnehmer.
Die langfristige Preisentwicklung im Westend-Süd zeigt ein klares Muster: kräftiges Wachstum bis 2022, moderate Korrektur in 2023 und 2024, Erholung ab 2025. Laut eigener Auswertung lag der Medianpreis 2015 bei 6.295 Euro pro Quadratmeter — ein Niveau, das heute dem städtischen Mittelfeld entspricht. Das bisherige Allzeithoch wurde 2022 mit rund 9.514 Euro erreicht. Wer im Westend-Süd 2015 gekauft hat, verzeichnet seither einen Wertzuwachs von über 40 Prozent — trotz der Korrekturphase. Das zeigt: Der Westend-Süd ist kein spekulatives Segment, sondern ein langfristig wertstabiler Markt mit strukturell begrenztem Angebot.
Zwei Stadtteile, die in Standardübersichten gelegentlich übersehen werden, positionieren sich in der Preisspitze: die Altstadt und Westend-Nord. Beide zeigen Medianpreise zwischen 8.195 und 8.929 Euro pro Quadratmeter — und damit deutlich über dem gesamtstädtischen Niveau, das der Gutachterausschuss für Altbauten in der Innenstadt bei rund 6.060 Euro und im sonstigen Stadtgebiet bei 4.020 Euro verortet.
Die Frankfurter Altstadt verzeichnet in unserer aktuellen Marktauswertung (Februar 2026) einen Median-Quadratmeterpreis von 8.929 Euro — nach 7.203 Euro im Vorjahreszeitraum, was einem Anstieg von 24,0 Prozent entspricht. Etagenwohnungen erzielen aktuell einen Median von 9.112 Euro pro Quadratmeter; der typische Kaufpreis liegt zwischen 375.000 und 912.000 Euro. Ein wichtiger Vorbehalt: Die Altstadt ist ein kleinteiliges Segment — im Auswertungszeitraum wurden nur rund 50 Objekte erfasst. Kleine Stichproben führen zu höherer Volatilität, wie der Gutachterausschuss Frankfurt für ähnliche Konstellationen ausdrücklich betont. Ein Anstieg von 24 Prozent innerhalb eines Jahres sollte als Momentaufnahme, nicht als etablierter Dauertend gewertet werden.
Westend-Nord zeigt laut eigener Marktauswertung (Februar 2026) einen Median von 8.195 Euro pro Quadratmeter — eine Steigerung von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr (7.750 Euro). Immowelt weist für Nordend-West aktuell einen Durchschnittspreis von 7.613 Euro aus; eigene Auswertungen für den spezifischen Westend-Nord-Bereich zeigen mit 8.107 Euro Durchschnitt ein höheres Niveau, was die Abgrenzung zwischen Nordend-West und Westend-Nord als entscheidend markiert. Der typische Kaufpreis liegt zwischen 595.000 und 1.404.000 Euro bei einer Medianfläche von 103 Quadratmetern.
Das Westend-Nord umfasst das sogenannte Diplomatenviertel rund um den Palmengarten und den Grüneburgpark — und damit eine der grünsten und ruhigsten Wohnlagen der gesamten Innenstadt. Repräsentative Villenbauten, parkähnliche Gärten und die Nähe zu internationalen Institutionen machen dieses Teilgebiet besonders bei einer kaufkräftigen, häufig internationalen Klientel begehrt. In unserer Beratungspraxis erleben wir, dass Objekte in direkter Grünflächennähe auch innerhalb des Westend-Nord einen deutlichen Aufschlag gegenüber straßenseitig gelegenen Vergleichsobjekten erzielen — ein Mikrolage-Effekt, den keine Portalaggregation abbilden kann.
Unterhalb der absoluten Preisspitze — aber klar oberhalb des gesamtstädtischen Niveaus — positionieren sich Nordend-West und Sachsenhausen-Nord mit Medianpreisen zwischen 7.389 und 7.534 Euro pro Quadratmeter (eigene Auswertung Februar 2026). Der Gutachterausschuss Frankfurt bestätigte im Halbjahresbericht 2025 für die kombinierte Zone Nordend/Ostend einen mittleren Transaktionspreis von 6.480 Euro — ein Wert, der aufgrund der Zusammenfassung beider Stadtteile und der Beschränkung auf beurkundete Kaufpreise unter den Angebotspreisauswertungen liegt.
Nordend-West ist mit über 238 ausgewerteten Wohnungen im Jahresvergleich einer der liquidesten Märkte unter den Frankfurter Premiumlagen. Der Median-Quadratmeterpreis liegt laut eigener Auswertung bei 7.389 Euro — ein Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Immowelt bestätigt mit einem aktuellen Durchschnittspreis von 7.613 Euro die Größenordnung. Der typische Kaufpreis liegt bei rund 598.500 Euro bei einer Medianfläche von 80 Quadratmetern — deutlich zugänglicher als Westend-Süd, aber mit ähnlichem Gründerzeitcharakter. Das 0,9-Quantil liegt bei 9.513 Euro; auch im Nordend-West gibt es also Objekte, die die 10.000-Euro-Marke überschreiten.
Käufer in diesem Stadtteil sind typischerweise Paare oder junge Familien mit Doppeleinkommen, die urbanes Wohnen mit guter Bildungsinfrastruktur verbinden wollen. Der Holzhausenpark als grünes Herz des Viertels wirkt unmittelbar preistreibend auf die angrenzenden Straßenzüge. Homeday berichtet für Nordend-West in jüngster Zeit sogar einen Preisanstieg von 13,1 Prozent bei Häusern — ein Zeichen, dass auch das knappere Einfamilienhaussegment in dieser Lage deutlich nachgefragt bleibt.
Sachsenhausen-Nord erzielte laut eigener Auswertung in den letzten zwölf Monaten einen Medianpreis von 7.534 Euro pro Quadratmeter — mit einem Rückgang von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (8.223 Euro). Dieser Rückgang ist nicht zwingend ein Preissignal: Der Vorjahreszeitraum war durch eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Penthouse-Verkäufen geprägt, die den Median nach oben zogen. Der Zwei-Jahres-Median liegt bei 7.794 Euro und ist stabiler als die Jahresschwankung vermuten lässt. Spitzenwerte erreichen 12.662 Euro pro Quadratmeter.
Sachsenhausen-Nord profitiert von einer einzigartigen Lage: direkt am Mainufer, gegenüber der Altstadt, mit dem Museumsufer als kultureller Promenade. Eigentümern, die wir beim Verkauf in diesem Stadtteil begleiten, empfehlen wir regelmäßig, die Sichtachse zum Main und die Fußläufigkeit zur Innenstadt aktiv im Exposé herauszuarbeiten — beides sind Argumente, die Käufer in Besichtigungsgesprächen erheblich stärker gewichten als auf Portalen sichtbar wird. Aktuelle Marktberichte aus dem Segment — etwa von Luxusmakler-Analysen für Frankfurt 2026 — bestätigen: Sachsenhausen-Nord bleibt eine der wenigen Premiumlagen, die urbane Atmosphäre mit Wasserblick und Kulturanbindung kombiniert.
Immobilie in einer Frankfurter Toplage bewerten lassen
Die Preisunterschiede zwischen einzelnen Straßen, Etagen und Baujahren im Westend, Nordend oder Sachsenhausen können 20 bis 40 Prozent betragen. Keine Portal-Schätzung bildet diese Binnendifferenzierung ab. Als IHK-zertifizierter Immobilienbewerter erstellt Marc Härter individuelle Wertermittlungen — auf Basis eigener Marktauswertungen und persönlicher Ortskenntnis.
Die folgende Tabelle fasst die Preisdaten aus eigenen Marktauswertungen (Stand Februar 2026) zusammen. Ergänzend sind, wo verfügbar, beurkundete Transaktionspreise des Gutachterausschusses Frankfurt (Halbjahresbericht 2025) ausgewiesen — diese liegen systembedingt unterhalb der Angebotspreise und bilden tatsächliche Notarpreise ab.
| Stadtteil | Median-Angebotspreis (12 Mon.) | Notarpreise GA (HJ 2025) | 0,9-Quantil Angebot | Veränd. ggü. Vorjahr |
|---|---|---|---|---|
| Westend-Süd | 8.963 €/m² | 7.640 €/m² (Westend ges.) | 11.559 €/m² | –0,2 % |
| Altstadt | 8.929 €/m² | — | 10.988 €/m² | +24,0 %* |
| Westend-Nord | 8.195 €/m² | 7.640 €/m² (Westend ges.) | 10.280 €/m² | +5,7 % |
| Sachsenhausen-Nord | 7.534 €/m² | 5.160 €/m² (Sachsenhausen ges.) | 10.000 €/m² | –8,4 %** |
| Nordend-West | 7.389 €/m² | 6.480 €/m² (Nordend/Ostend ges.) | 9.513 €/m² | +1,1 % |
| Nordend-Ost | 7.218 €/m² | 6.480 €/m² (Nordend/Ostend ges.) | 8.386 €/m² | +4,1 % |
| Frankfurt gesamt (Ø Angebot) | 6.190 €/m² | 5.680 €/m² (GA HJ 2025) | — | +3,0 % / +4,3 %*** |
Quellen: Eigene Marktauswertung Marc Härter Immobilien (Stand 18.02.2026, Angebotspreise) | Gutachterausschuss Frankfurt am Main, Halbjahresbericht 2025 (beurkundete Kaufpreise). * Altstadt: kleine Stichprobe (~50 Objekte), Volatilität beachten. ** Rückgang angebotsseitig bedingt durch veränderte Objektmix (weniger Penthouses). *** +4,3 % laut Gutachterausschuss (beurkundete Preise HJ 2025). Alle Angaben ohne Gewähr.
Hohe Quadratmeterpreise entstehen nicht zufällig — sie sind das Ergebnis eines Zusammenspiels aus strukturellen, lageabhängigen und wirtschaftlichen Faktoren. Wer diese Mechanismen versteht, kann Kaufentscheidungen fundierter treffen und Verkaufspreise realistischer einschätzen.
Im Westend-Süd, Westend-Nord und in der Altstadt sind nahezu alle Bauflächen erschlossen. Neubau ist dort kaum möglich — und wenn, dann als aufwendige Lückenbebauung zu absoluten Spitzenpreisen. Das führt zu einer dauerhaften Angebotsknappheit, die das Preisniveau auch in Phasen sinkender Nachfrage stützt. Der Gutachterausschuss Frankfurt hält fest: Die Zahl der gehandelten Immobilien als Anteil am Gesamtbestand ist erheblich zurückgegangen — weniger Verkäufe bedeuten weniger Vergleichspreise, aber auch weniger Angebot für potenzielle Käufer.
Gründerzeitbauten mit Decken von 3,20 bis 4,00 Metern, Stuckfassaden und großzügigen Grundrissen können im Neubau schlicht nicht reproduziert werden. Das macht sie zur unverzichtbaren Grundlage eines Premiumpreises. Besonders deutlich zeigt das der Gutachterausschuss Frankfurt in historischen Auswertungen: Im Westend erzielen Wohnungen aus der Baujahrsklasse nach 1991 teils über 11.590 Euro pro Quadratmeter — ein Beleg dafür, dass auch Neubauten und hochwertig sanierte Objekte in dieser Lage den Preisrahmen des Gründerzeitbestands längst überschreiten.
Frankfurt ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank und von mehr als 200 internationalen Banken und Finanzinstitutionen. Diese wirtschaftliche Konzentration schafft eine kaufkräftige Zielgruppe, die in ihrer Kaufentscheidung weniger zinssensibel ist als der Durchschnittskäufer. Als die Zinsen 2022 stiegen und internationale Kapitalanleger sich vom Frankfurter Markt vorübergehend zurückzogen — so der Gutachterausschuss —, traf das die Stadt stärker als andere. Als die Zinsen sich stabilisierten, kehrte diese Käufergruppe zurück und trieb die Erholung maßgeblich voran.
Was auf Stadtteilebene nicht sichtbar ist, entscheidet in der Praxis den Preis: die Mikrolage. Straßen mit altem Baumbestand, ruhige Hinterhoflagen, Südausrichtung mit Balkon oder Terrasse, Etage mit Aufzug — all diese Faktoren können innerhalb desselben Stadtteils Preisunterschiede von 20 bis 40 Prozent erzeugen. Wer ausschließlich auf Stadtteil-Medianwerte schaut, unterschätzt diese Binnendifferenzierung systematisch. Laut aktuellem Marktkommentar zu Luxusimmobilien in Frankfurt 2026 ist im Luxussegment nicht allein der Stadtteil, sondern die genaue Straße — teils sogar die genaue Seite einer Straße — wertbestimmend.
Nicht jeder Kaufinteressierte will oder kann Westend-Preise bezahlen. Frankfurt bietet mehrere Stadtteile, die eine hohe Lebensqualität mit moderateren Einstiegspreisen verbinden — und teils interessante Wertsteigerungspotenziale aufweisen. Aktuelle Marktberichte wie die Analyse der Premiumlagen (2026) stufen Mittellagen im Aufwertungsprozess — Gallus, Bockenheim und Teile von Sachsenhausen-Süd — als das Segment mit dem interessantesten Rendite-Risiko-Verhältnis ein: Kaufpreise zwischen 4.000 und 5.800 Euro, steigende Infrastruktur und wachsende Beliebtheit bei jüngeren Zielgruppen.
Das Gallus-Viertel zeigt laut eigener Auswertung einen Zwei-Jahres-Median von 7.526 Euro — ein Wert, der das Viertel längst in die gehobene Mittelklasse katapultiert hat. Riedberg liegt mit 7.287 Euro im Median im soliden Premium-Segment und richtet sich vor allem an Familien mit Neubaupräferenz. Bornheim mit einem Median von 6.649 Euro bietet urbanes Flair mit Berger-Straße-Anschluss zu deutlich niedrigeren Einstiegspreisen als das Westend. Das Ostend schließlich gilt als Aufwertungsgebiet mit EZB-Nähe und Ostafen-Atmosphäre — mit einem Median von 7.062 Euro und einem 0,9-Quantil von 9.771 Euro.
| Stadtteil | Median m²-Preis | 0,9-Quantil | Profil |
|---|---|---|---|
| Gallus | 7.526 € | 9.784 € | Aufwertung, Messe- und Bankennähe |
| Riedberg | 7.287 € | 9.123 € | Neubauquartier, familienfreundlich |
| Ostend | 7.062 € | 9.771 € | EZB-Nähe, Osthafen-Flair |
| Bockenheim | 6.721 € | 8.143 € | Gemischt, Palmengartennähe |
| Bornheim | 6.649 € | 8.804 € | Lebendig, Berger-Straße-Lage |
Quelle: Eigene Marktauswertung Marc Härter Immobilien, Zwei-Jahres-Zeitraum Februar 2024–Februar 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.
Eigentümer in Westend, Nordend oder Sachsenhausen-Nord sitzen auf erheblichem Wertvermögen — aber dieses Vermögen lässt sich nur dann vollständig realisieren, wenn der Verkauf professionell vorbereitet wird. Ein häufiger Fehler in unserer Beratungspraxis: Eigentümer orientieren sich beim Angebotspreis an Portal-Schätzungen oder Stadtteil-Medianwerten, ohne die spezifischen Eigenschaften ihres Objekts — Baujahr, Sanierungsstand, Stockwerk, Grundriss, Ausrichtung — differenziert einzubeziehen. Das führt entweder zur Unterbewertung oder zu einem Preis, der potenzielle Käufer abschreckt und die Vermarktungsdauer unnötig verlängert.
Laut eigener Auswertung lag die Vermarktungsdauer für Wohnungen im Westend-Süd zuletzt bei durchschnittlich 133 Tagen — nach 55 Tagen im Jahr 2021. Das ist kein Zeichen eines schwachen Markts, sondern eines anspruchsvolleren Käuferverhaltens: Wer im Premiumsegment kauft, prüft heute intensiver, vergleicht länger und ist nicht mehr bereit, jeden Preis zu bezahlen. Professionelle Bewertung, hochwertiges Exposé, selektive Käufervorqualifizierung und ein klar herausgearbeitetes Alleinstellungsmerkmal des Objekts — das sind in diesen Lagen keine optionalen Extras, sondern der entscheidende Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Ergebnis. Für eine auf Ihre Immobilie zugeschnittene Einschätzung bieten wir im Rahmen unserer kostenlosen Immobilienbewertung ein unverbindliches Erstgespräch an.
Das teuerste Viertel in Frankfurt ist Westend-Süd. Laut eigener Marktauswertung von Marc Härter Immobilien (Stand Februar 2026) liegt der Median-Quadratmeterpreis für Bestandswohnungen bei rund 8.963 Euro, der Angebotspreisdurchschnitt über zwei Jahre bei etwa 9.200 Euro. Immoscout24 weist aktuell einen Durchschnittswert von 9.389 Euro aus. Spitzenwerte im Westend-Süd erreichen bis zu 14.914 Euro pro Quadratmeter. Dicht dahinter folgen die Altstadt (8.929 Euro Median) und Westend-Nord (8.195 Euro Median).
Im Westend-Süd kostet eine typische Etagenwohnung mit rund 92 Quadratmetern im Median 839.500 Euro, was einem Quadratmeterpreis von etwa 8.908 Euro entspricht. Der Kaufpreis liegt für 50 Prozent der Objekte zwischen 595.000 und 1.404.000 Euro. Im Westend-Nord liegt der typische Kaufpreis bei rund 794.500 Euro bei einer Medianfläche von 103 Quadratmetern. Maisonette-Wohnungen und Penthouses übersteigen regelmäßig die 1,5- bis 2-Millionen-Euro-Marke.
Laut dem Gutachterausschuss für Immobilienwerte Frankfurt am Main stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2025 um durchschnittlich 4,3 Prozent auf 5.680 Euro pro Quadratmeter im Stadtdurchschnitt. Neubaupreise legten sogar um sechs Prozent auf 7.840 Euro zu. Die Vorsitzende des Gutachterausschusses prognostizierte im Januar 2026 stabile bis leicht steigende Preise für 2026. Die Korrekturphase der Jahre 2023 und 2024 gilt damit als überwunden.
Sachsenhausen ist intern sehr unterschiedlich: Sachsenhausen-Nord gehört mit einem Zwei-Jahres-Median von 7.794 Euro pro Quadratmeter zu den sieben teuersten Lagen Frankfurts. Sachsenhausen-Süd ist mit einem Median von 6.157 Euro moderater bepreist. Der Gutachterausschuss Frankfurt weist für Sachsenhausen gesamt (beurkundete Kaufpreise, HJ 2025) einen mittleren Preis von 5.160 Euro aus. Je näher eine Wohnung am Mainufer und am Museumsufer liegt, desto höher ist in der Regel der Preis.
Die hohen Preise im Frankfurter Westend entstehen durch ein Zusammenspiel aus struktureller Angebotsknappheit (kaum Neubaumöglichkeiten), nicht reproduzierbarer Gründerzeitsubstanz mit hohen Decken und Stuckfassaden, Nähe zu Bankenviertel und Alter Oper, kaufkräftiger internationaler Nachfrage aus dem Finanzsektor sowie einzigartigen Grünflächen wie Palmengarten und Grüneburgpark. Dieses Kombination macht das Westend auch in Marktkorrekturphasen zu einer der stabilsten Wohnlagen Deutschlands.
Für Käufer, die nicht die absoluten Spitzenpreise zahlen wollen, bieten Bornheim (Median 6.649 Euro pro Quadratmeter), Bockenheim (6.721 Euro) und Ostend (7.062 Euro) attraktive Alternativen mit hoher Lebensqualität und solider Wertstabilität. Aktuelle Marktanalysen stufen Gallus, Bockenheim und Teile von Sachsenhausen-Süd als Lagen mit dem interessantesten Rendite-Risiko-Verhältnis ein: Kaufpreise zwischen 4.000 und 5.800 Euro, steigende Infrastruktur und wachsende Beliebtheit bei jüngeren Zielgruppen.
Laut eigener Marktauswertung von Marc Härter Immobilien lag die durchschnittliche Vermarktungsdauer für Wohnungen im Westend-Süd zuletzt bei 133 Tagen. 2021 lag dieser Wert noch bei 55 Tagen. Die gestiegene Vermarktungsdauer spiegelt ein selektiveres Käuferverhalten wider: Professionell bewertete und marktgerecht bepreiste Objekte finden auch heute schnell Käufer — überpreiste oder sanierungsbedürftige Wohnungen dauern deutlich länger.
Über den Autor
Marc Härter
Immobilienmakler & Inhaber · Frankfurt am Main
Marc Härter ist seit über 15 Jahren im Frankfurter Immobilienmarkt tätig und spezialisiert auf den Verkauf von Wohn- und Anlageimmobilien in Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main Gebiet. Als Inhaber von Marc Härter Immobilien mit Sitz im Westend, begleitet er Eigentümer und Investoren mit fundierter Marktkennntnis, diskreter Abwicklung bei Off-Market Immobilien (Secret Sale) und einem breiten Netzwerk an vorgemerkten Käufern.
Als Immobilienmakler in Frankfurt stehen wir Ihnen bei diesem wichtigen Schritt mit Engagement und Expertise zur Seite.